29.05.2018 - 19:35 Uhr
PleysteinOberpfalz

Blitz spaltet 100 Jahre alten Baum

Am Feuerwehrgerätehaus Pleystein musste eine mehr als 100-jährige Esche abgesägt werden. Ein brachialer Blitz hatte den Baum schwer getroffen und auf mehr als einer Länge von acht Metern gespalten.

Ein verheerender Blitz schlug am Dienstagabend während eines Gewitters in die über 100 Jahre alte Esche am Feuerwehrgerätehaus ein und spaltete den Baum auf einer Länge von acht Metern regelrecht auf. Vohenstraußer Feuerwehrleute kamen den Pleysteiner Kameraden mit der Drehleiter zu Hilfe.
von Elisabeth DobmayerProfil

Pleystein. (dob) Es muss eine unglaubliche Szene gewesen sein, die Corinna Rewitzer am gegen 17 Uhr beobachtete, als der Blitzschlag in den Baum hineinfuhr und ihm einen mehr als acht Meter langen Riss zufügte. Eine riesige klaffende Wunde entdeckten die herbeigerufenen Feuerwehrleute. Auch ein Telefonkabel wurde durchtrennt, so dass in diesem Bereich das Netz unterbrochen war.

Einer der ersten Helfer war stellvertretender Feuerwehr-Vorsitzender Markus Maurer, der in der Nachbarschaft den fünften Geburtstag seines Sohnes feierte. Der Knall hat ihn fast vom Stuhl gerissen, berichtet er. „Das war ein unvorstellbarer Knitscher.“ Die Vohenstraußer Stützpunktwehr rückte mit der Drehleiter an, damit die Einsatzkräfte den Baum gefahrlos absägen konnten. Eigentlich wollten sie zuerst nur den riesigen Ast entfernen, der durch den Blitz heruntergerissen wurde. Als sie allerdings mit der Leiter in die Baumkrone fuhren, entdeckten sie den breiten Spalt, den der Blitz durch seine brachiale Gewalt durch den Baum zog. Kein Haus wurde in Mitleidenschaft gezogen, auch das nebenstehende Marterl blieb verschont. Helmut Moll transportierte die Äste mit einem Schaufelradlader ab.

Manuela und Peter Pflaum wussten von ihrem Vater und Schwiegervater, dass die Esche Anfang 1900 gepflanzt wurde. Der Baum schätzten sie auch als wichtigen Wetterexperten. „Wenn der Baum im zeitigen Frühjahr schon austrieb, wussten wir, dass wir ein schönes Frühjahr bekommen.“

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