16.09.2020 - 12:50 Uhr
PleysteinOberpfalz

Debatte um Werbeanlage und freies Grundstück

Ein großflächiges Werbemittel spaltet den Pleysteiner Stadtrat. Trotz Bedenken der FWG/SPD-Fraktion wird das Projekt abgesegnet. Auch ein freies Grundstück sorgt für Diskussionsbedarf.

Das Grundstück zwischen der Hecke (links) und dem Zaun zum Kinderspielplatz (rechts) würden potentielle Bauwillige gerne für ihr Vorhaben nutzen. Die Bereitschaft zum Verkauf besteht bei den Eigentümern offensichtlich. Das Grundstück liegt außerhalb des rechtsverbindlichen Bebauungsplanes "Herrenpoint".
von Walter BeyerleinProfil

Werbung ist gut – aber nicht so wie im Nachbarland Tschechien oder in Italien. So sieht die FWG/SPD-Fraktion die Errichtung einer Werbeanlage mit zwei Großflächen am Nettomarkt im Bereich der NEW 33 und der Neuenhammer Straße. Dementsprechend verweigerte die Fraktion geschlossen das Einvernehmen zum vorliegenden Bauantrag.

Die näheren Angaben zum Bauantrag der Firma Stoer Außenwerbung trug Bürgermeister Rainer Rewitzer vor. Demnach handelt es sich um eine zweiseitige unbeleuchtete Werbefläche, die allgemeine Produktinformationen an die Kunden geben soll. Hans Sax (FWG/SPD) beurteilt das Vorhaben als „übertrieben“, Claudia Poxleitner (FWG/SPD) hinterfragt die Verkehrssicherheit, wenn der Blick von der Straße weg zur Werbetafel führt. Uli Weig (FWG/SPD) erkennt in der Aufstellung der Werbung italienische oder tschechische Verhältnisse. Mit 8:7 wurde das Einvernehmen zum Bauantrag letztlich erteilt, wobei Rewitzer darauf hinwies, dass im Verfahren beim Landratsamt Neustadt/WN auch noch die zuständige Polizeiinspektion um Stellungnahme gebeten wird.

Pleystein

Im Anschluss an die Gärten der bestehenden Wohnhäuser in der Leuchtenberger Straße befindet sich zum Spielplatz am Herrenpoint-Weiher hin noch ein freies Grundstück. Diese Fläche ist im Bebauungsplan „Herrenpoint“ nicht als Baugrundstück ausgewiesen. Bürgermeister Rewitzer berichtete dem Gremium über Kaufinteressen eines potentiellen Bauwerbers, dem auch die Verkaufsbereitschaft der Grundstückseigentümer gegenübersteht. Das Grundstück war in früherer Zeit laut dem Stadtoberhaupt unbebaut geblieben, weil damals eine Hochspannungsleitung darüber geführt hat. Sax sieht für eine Bebauung kein Problem, wenn der mögliche Bauwerber die anfallenden Kosten für die notwendige Änderung des Bebauungsplanes zuzüglich aller Anschlusskosten in voller Höhe übernimmt. Rewitzer machte deutlich, dass sich der Bauwerber über die Existenz des angrenzenden Spielplatzes für Kinder unter 14 Jahren klar sein muss. Josef Windirsch (CSU) stimmte zu, dass die Problematiken bei Häusern an Spielplätzen bekannt ist. Uli Weig (FWG/SPD) bat darum, das Thema Kinderspielplatz nicht zu vernachlässigen. Mit 11:4 Stimmen beschloss der Stadtrat das Verfahren zur Bauleitplanung für die Abklärung der Bebaubarkeit des Grundstückes einzuleiten.

Einstimmig erteilte der Stadtrat das gemeindliche Einvernehmen für den Anbau an ein bestehendes Wohngebäude im Zillertal 22.

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