17.06.2021 - 14:42 Uhr
PleysteinOberpfalz

„Herrenpoint“: Bebauungsplan wird geändert

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Die Stadt Pleystein leitet das vereinfachte Verfahren zur Änderung des rechtsverbindlichen Bebauungsplanes „Herrenpoint“ ein. Damit wird insbesondere Baurecht für zwei Grundstücke geschaffen.

Am unteren Bildrand ist die Abgrenzung des zur Bebauung vorgesehenen Grundstückes zum Kinderspielplatz zu erkennen. Südlich bilden die Hecken der Grundstücke in der Leuchtenbergerstraße die Abgrenzung. Rechts das Gillitzer-Anwesen. Das westliche gelegene trapezförmige Grundstück (von Bäumen eingerahmt) soll in den Bebauungsplan "Herrenpoint" eingefügt werden.
von Walter BeyerleinProfil

Mit den anvisierten Änderungen des Bebauungsplanes „Herrenpoint“ soll für das Grundstück zwischen dem Kinderspielplatz und den angrenzenden Hausgärten der Häuser in der Leuchtenbergerstraße die Bebauung ermöglicht werden. Das gleiche gilt für das Grundstück, das sich an das Gillitzer-Grundstück anschließt.

Plan erweitern

Bürgermeister Rainer Rewitzer erklärte dem Gremium, dass sich aufgrund der jetzigen Situation ein Grundstück, für dessen Bebauung eine Bauvoranfrage eingereicht worden war, baurechtlich gesehen im Außenbereich befindet. Es wäre deshalb sinnvoll für dieses Grundstück Baurecht durch Erweiterung des Bebauungsplanes zu schaffen. Das Stadtoberhaupt wies aber auch daraufhin, dass gegenüber dem früheren Erlass des alten Bebauungsplanes „Herrenpoint“ jetzt der Lärm, ausgehend von der Kreisstraße, zu würdigen sei. Auch müsse das Wasserwirtschaftsamt und der Naturschutz beteiligt werden.

Die Frage nach den entstehenden Kosten für die Erstellung des Bebauungsplanes beantwortete das Stadtoberhaupt mit dem Hinweis auf Planungsleistungen im eigenen Haus. Somit könne das Verfahren kostengünstig abgewickelt werden. „Es wird von der Staatsregierung immer die Innenverdichtung positiv propagiert, hier wäre das möglich“, meinte Rainer Rewitzer. Die Frage warum die beiden Grundstücke in „Vorzeiten“ nicht für die Bebauung vorgesehen waren, beantwortete das Stadtoberhaupt mit dem Hinweis auf eine dort früher verlaufende 20 kV-Freileitung, die eine Bebauung der Grundstücke unmöglich machte.

Vier Nein-Stimmen

Stefan Voit (CSU) sah für die Stadt nur ein finanzielles Risiko, wenn nach Abschluss des Verfahrens keine Bebauung möglich wäre. Werner Rieß (FWG/SPD) fürchtet bei Erlass des Bebauungsplanes um den Bestand des Spielplatzes am Herrenpointweiher. Andrea Lang (CSU) hält es für wichtig, jungen Familien Grundstücke für eine Bebauung zur Verfügung zu stellen. Außerdem habe sich die Stadt die „Innenverdichtung auf die Fahne geschrieben“, betonte Lang. Bei der Abstimmung befürworteten elf Stadträte die Einleitung des vereinfachten Verfahrens zur Änderung des rechtsverbindlichen Bebauungsplanes „Herrenpoint“, vier Gremiumsmitglieder votierten mit Nein.

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