12.02.2020 - 11:12 Uhr
PleysteinOberpfalz

Kindergarten Pleystein wird mit Sonnensegel ausgestattet

Die Terrasse der Kindertageseinrichtung St. Elisabeth in Pleystein ist voll der Sonne ausgesetzt. Die Kinder können dort nicht mehr spielen. Für Abhilfe soll ab diesem Sommer eine Sonnensegelanlage sorgen.

Im Winter kaum nachzuvollziehen: Die Terrasse an der Südseite der Kindertagesstätte St. Elisabeth ist ohne Schutz gegen Sonneneinstrahlung. Ein Sonnensegel soll im kommenden Sommer für Abhilfe schaffen. Die Stadt Pleystein wird sich daran beteiligen.
von Walter BeyerleinProfil

Die Stadt wird entsprechend der Defizitvereinbarung 90 Prozent der Anschaffungskosten übernehmen. Mit Schreiben vom 25. November 2019 informierte die Katholische Kirchenstiftung die Stadt über die Notwendigkeit der Beschattung der Terrasse per Sonnensegelanlage. Laut Geschäftsleiter Günter Gschwindler liegen noch keine Angebote für den gewünschten Sonnenschutz vor, im Schreiben der Katholischen Kirchenstiftung war wohl ein Betrag von 13.000 Euro genannt worden. Einstimmig beschloss der Stadtrat die Vorlage detaillierter Angebote zu verlangen, damit dann dem wirtschaftlichsten Bieter der Auftrag erteilt werden kann.

Mit Blick auf den Kindergarten St. Elisabeth sprach Bürgermeister Rainer Rewitzer auch das Ende der Tätigkeit der Schwestern des Ordens der Armen Schulschwestern an. Personalmangel, also Nachwuchsproblem seien die Ursache für den Rückzug aus Pleystein, informierte er. Er bedauerte diese einschneidende Veränderung, weil damit dem Kindergarten St. Elisabeth auch ein „gewisser Charme“ verloren gehe.

Der Antrag auf Baugenehmigung von Franz Ertl für die Errichtung einer Lagerhalle auf dem Grundstück Flurnummer 220, Gemarkung Pleystein, fand nicht die uneingeschränkte Zustimmung im Stadtrat. Laut Stadtrat und Planfertiger Hans Sax handelt es sich um eine „kalte Lagerhalle“, also ohne Arbeitsplätze. Die Planunterlagen wurden laut Bürgermeister erst am Sitzungstag vollständig abgegeben. Das Vorhaben befindet sich laut dem Stadtoberhaupt in einem Gebiet mit Ensembleschutz, so dass vom Landratsamt diese besondere Situation mit gewürdigt werden muss.

CSU-Sprecher Josef Windirsch nannte die Halle „vom Gefühl her zu groß“. Er empfahl dem Bauwerber nach einem anderen geeigneten Grundstück Ausschau zu halten. Herbert Stahl empfahl dazu ein Grundstück im städtischen Eigentum nahe der Firma Leistritz. Joachim Müllner als Anlieger hatte die Pläne nach seinen Worten nicht unterschrieben, weil diese ihm erst am Freitag mit der Anmerkung noch nicht vollständig zu sein, vorgelegt wurden. Er wende sich aber nicht gegen eine vom Gesetz her möglich Bebauung des Grundstückes. Einstimmig beschloss der Stadtrat, den Bauantrag bis zur nächsten Sitzung zurückzustellen und in Gesprächen nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

Keine Probleme gab es beim Antrag auf Baugenehmigung für die Errichtung einer Unterstellhalle im Baugebiet Herrnpoint südlich der Salesianerstraße. Die Unterstellhalle schließt sich unmittelbar an das Nachbargrundstück an, so dass es wegen Abstandsflächen keine Probleme gibt.

Die Dreifachturnhalle Vohenstrauß wird saniert und umgebaut. Der TV Vohenstrauß, vertreten durch Vorsitzenden Klaus Nigg, möchte deshalb ab April das Training der Abteilung Judo in der Turnhalle der Zottbachtalschule abhalten. In Erwägung gezogen wurde der Donnerstag, an dem aber bereits die Alten Herren der DJK Neukirchen und des TSV nahezu zeitgleich aktiv sind. Der Bürgermeister schlug vor, für die Benutzung der Turnhalle eine Gebühr von 15 Euro pro Stunde zu erheben. Helmut Rewitzer sprach sich uneingeschränkt für die Überlassung der Turnhalle am gewünschten Tag der entsprechenden Zeit an die Judokas aus, weil dort auch viele Pleysteiner Jugendliche diesen Sport ausüben. Das Stadtoberhaupt schränkte die Nutzung ein, sofern Trainingszeiten mit anderen wichtigen Veranstaltungen der Stadt oder der Zottbachtalschule kollidieren. Letztlich stimmte der Stadtrat einstimmig für den Antrag der TV-Judoabteilung. Keine Antwort gab es aber auf die Frage aus dem Gremium, wo die vielen beim Training notwendigen Matten gelagert werden sollen.

Wohin mit unbelastetem Erdmaterial? Eine Frage, auf die viele Kommunen keine richtigen Antworten finden. Das Bundesbodenschutzgesetz ist nach den Worten des Bürgermeisters das „Grundübel“ und bringt durch immer höhere Hürden vermehrt Probleme. Oft geht es dabei um die Definition „Verwertung“ oder „Entledigung“. Die Fachstellen sprechen jedenfalls von „Deponie“, erklärte der Bürgermeister. Die Stadt hat dafür das Grundstück Flurnummer 121/1 Gemarkung Lohma als geeignet betrachtet und nicht gerade Zustimmung bei den Fachbehörden gefunden. Aber: Die Stadt Pleystein wird ihren Bauantrag nicht zurückziehen und vielmehr auf einem „runden Tisch“ mit dem Landesamt für Umweltschutz, dem Wasserwirtschaftsamt sowie den Sachgebieten Abfallrecht und Baurecht bestehen. Dieser Vorgehensweise stimmte der Stadtrat einstimmig zu.

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