09.10.2019 - 11:54 Uhr
PleysteinOberpfalz

Pleystein sendet Wunschliste nach Regensburg

Die Stadt Pleystein macht Ernst mit der Umsetzung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes. Dafür werden nach dem Städteförderprogramm für die nächsten Jahre bei der Regierung der Oberpfalz die Zuschüsse beantragt.

Der Aufgang zum Kreuzbergplateau von der Altstadt aus soll nach Möglichkeit mit finanzieller Unterstützung des Naturparks Nördlicher Oberpfalzer Wald saniert werden.
von Walter BeyerleinProfil

Zugrunde gelegt sind die Kosten, die sich bei den Berechnungen mit dem beteiligten Planungsbüro UMS-Stadtstrategien ermittelt wurden. Den Anfang macht im kommenden Jahr ein Architektenwettbewerb für die Neugestaltung des Marktplatzes.

Geschäftsleiter Günter Gschwindler nannte den Beginn der Planungen eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft der Stadt. Bürgermeister Rainer Rewitzer berichtete, dass bei einem Gespräch mit dem zuständigen Sachgebiet der Regierung der Oberpfalz das erarbeitete Konzept vorgestellt wurde und dann die ersten Schritte für die Sanierungsmaßnahmen festgezurrt wurden.

Jetzt gehe es darum, für die Jahre 2020 bis 2023 die Zuschüsse des Freistaates zu beantragen. Die Förderung liege bei 60 Prozent der zuschussfähigen Kosten. Ob die Stadt den erhöhten Zuschuss von 80 Prozent erhalte, sei von der Entscheidung abhängig, ob sich die Stadt am Programm „Innen vor Außenentwicklung“ beteilige. Diese Entscheidung stehe aber noch aus. In jedem Fall bedeute aber die Planung über die Neugestaltung des Marktplatzes auch dessen Aufwertung, hob Rewitzer hervor. Die Stadt habe sich zum Ziel gesetzt, die Sanierungsmaßnahme vom „Kern nach Außen“ umzusetzen.

Der Beantragung der Zuschüsse liegen die Ausgaben im Jahr 2020 von 100.000 Euro, in den Jahren 2021 und 2022 von jeweils 1.200.000 Euro und im Jahr 2023 von 1.000.000 Euro zugrunde. Im Jahr 2023 seien in die Planung die Sanierungsmaßnahmen in der Steingasse mit einbezogen. Der Stadtrat stimmte diesen Beträgen einstimmig zu, die jetzt der Regierung der Oberpfalz übermittelt werden.

Die Stadt meldet dem Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald als Maßnahmen für die Naturparkförderung die Projekte „Panoramaplatz am Galgenberg“, „Beschilderung am Herrenpointweiher“ und „Treppenaufgang zum Kreuzbergplateau“. Diese Reihenfolge beschloss der Stadtrat einstimmig. Vor der Beschlussfassung hatte der Bürgermeister daran erinnert, dass im Rahmen dieser Förderung bereits ein Geländer am Kreuzberg saniert wurde. Er regte an, am Kreuzberg weiter festzuhalten und heuer den Treppenaufgang von der Altstadt aus samt Geländer als Projekt für die Förderung anzumelden.

Josef Windirsch regte die Aufnahme des Herrenpointweihers mit seiner zu sanierenden Springbrunnenanlage an. Stadtrat Stefan Voit sieht die Notwendigkeit eine einheitliche Beschilderung der Wanderwege durchzuführen. Zweite Bürgermeisterin Andrea Lang findet den Galgenberg für die Gestaltung eines Panoramaplatzes mit dem Ausblick auf alle Kirchen der Stadt als ideal, Stadtrat Werner Rieß kann sich eine Aufwertung des Zimmerplatzes mit der Aufstellung einer Hinweistafel auf den alten Bahnhof als förderfähige Maßnahme vorstellen.

Geschäftsleiter Günter Gschwindler machte aufmerksam, dass die Beschilderungen Teil des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes sein können, deshalb sollten neue Beschilderungen nicht unbedingt über die Naturparkförderung finanziert werden. Beim Vorhaben Herrnpointweiher hat die Stadt bereits finanzielle Zuwendungen der Schnitzergemeinschaft erhalten, die mit in das Vorhaben einfließen können. Nach Abwägung allem „Für und Wider“ beschloss der Stadtrat die Reihenfolge der Anmeldung der zu fördernden Projekte.

Die Zottbachtalschulen sind jetzt an das Glasfaserkabel angeschlossen. Jetzt müssen laut gesetzlichen Vorgaben die Rathäuser an das Glasfaserkabel angeschlossen werden, um das Bürgerserviceportal bieten zu können. Die Notwendigkeit des schnellen Internetzuganges ist nach den Worten von Geschäftsleiter Günter Gschwindler durch das „Online-Zugangsgesetz“ vorgegeben. Für das „digitale Rathaus“ gibt es beim Anschluss an das Glasfaserkabel einen Zuschuss von 80 Prozent. Gschwindler machte deutlich, dass mit dem Anschluss auch Arbeiten, wie beispielsweise Öffnen von Gehwegen, verbunden sind. Einstimmig beschloss der Stadtrat die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.

Einstimmig erteilte der Stadtrat das gemeindliche Einvernehmen zum Bau einer Abstellhalle auf dem Grundstück 1001/3 Gemarkung Miesbrunn durch Stefan Voit, Vermietung und Verpachtung, Am Spatwerk. Das Vorhaben befindet sich rechts der Gemeindeverbindungsstraße Spielhof-Spatwerk, nahe früherer Absetzteiche. Als Bauherr beschrieb Stadtrat Stefan Voit das Vorhaben als „Unterstellhalle für alles was Räder hat“. Das Baugrundstück liegt in jedem Fall innerhalb des am Spatwerk ausgewiesenen Industriegebietes.

Zweite Bürgermeisterin Andrea Lang regte an, den „Gamlitz-Platz“ an der Vohenstraußer Straße eventuell in die Kreuzberganlage zu verlegen, oder aber auch zum „Bor-Platz“ im Bereich Herrenpointweiher. Am jetzigen Standort käme der Platz mit seiner Bedeutung für die Partnerschaft nicht richtig zu Geltung, begründete Andrea Lang ihren Wunsch.

Der Gamlitzer Platz an seinem jetzigen Standort wird nach Ansicht von Zweiter Bürgermeisterin Andrea Lang seiner Bedeutung nicht gerecht und sollte eventuell in die Kreuzberganlage oder an der Herrenpointweiher, dort befindet sich auch der Bor-Platz, verlegt werden.
Pleystein soll von seinem "Kern" aus, dem Marktplatz (Mitte) im Zuge des Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes saniert werden. Im Jahr 2023 sollen die Maßnahme auch die Steingasse (rechts) erfassen.
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