10.01.2021 - 10:22 Uhr
PleysteinOberpfalz

Pleysteiner Bürgermeister lässt sich von Corona nicht ausbremsen

Trotz aller Einschränkungen im täglichen Leben und der zusätzlichen Erschwernisse für die Verwaltung, blickt der Pleysteiner Bürgermeister Rainer Rewitzer zuversichtlich in die Zukunft.

Im Sitzungssaal im Pleysteiner Rathaus gibt Bürgermeister Rainer Rewitzer seine positiven und optimistischen Prognosen sowie seine Pläne für die Großgemeinde Pleystein bekannt.
von Walter BeyerleinProfil

Bürgerversammlungen als Hauptinformation über das Geschehen innerhalb eines Jahres in einer Kommune entfallen wegen Corona. Die Aufgaben einer Kommune hingegen bleiben unverändert. Wenngleich beim Thema „Information der Bürger“ das erste Problem schon in der Weihnachtswoche die Stadt Pleystein intensiv beschäftigte. Mit den Wasserkarten zum Eintrag des jährlichen Verbrauches sollte die 40-seitige Informationsbroschüre an die Haushalte verteilt werden. Doch der beauftragte Zustelldienst hat den zugesagten Termin 23. Dezember für die Auslieferung der 1000 Broschüren verstreichen lassen. „Das Paket liegt im Warenverteilerzentrum Wernberg“, berichtet Bürgermeister Rainer Rewitzer beim Gespräch im Sitzungssaal des Rathauses.

„Wir können das Paket aber auch nicht selbst abholen, weil wir dort schlichtweg keinen Zugang haben.“ Unabhängig davon hat die Broschüre, auch wenn sie jetzt zwangsläufig verspätet bei den Bürgern ankomme, enormen Informationswert, weil dort all das nachzulesen ist, was in Versammlungen besprochen und in Sitzungen beschlossen wurde. Diese Info nannte Rewitzer wichtig, weil auch der gegenseitige Austausch der Menschen auf der Straße, beim Einkaufen oder auch beim Kirchgang gefehlt habe.

Dennoch verliert der Rathauschef nicht den Optimismus, dass die jetzige Zeit mit ihren Einschränkungen vorübergeht. Er scheue sich nicht, in seinen Gedankengängen die Weiter- und Fortentwicklung der Stadt im Fokus haben.

Pleystein

Neues, kleines Baugebiet

Die Infrastruktur im Ortskern verbessern, die Digitalisierung in allen kommunalen Bereichen, also auch dem „digitalen Rathaus“ voranzutreiben und für die Bildung der Kinder durch Fortsetzung der Sanierung der Zottbachtalgrundschule eine Basis zu schaffen, müssen vorrangige Ziele sein. Rewitzer erkennt aber auch die Probleme im Ort, beispielsweise für die Gastronomie, die zunächst von Tagesausflüglern profitiert hat und jetzt wieder mit den zugelassenen Kilometern für Ausflüge die Gastronomie erneuert auf die Verliererstraße bringen.

Wer in einer der letzten Stadtratssitzungen bei der Bekanntgabe der Beschlüsse aus nicht öffentlichen Sitzungen aufgepasst hat, bekam zu hören, dass die Stadt im Bereich „Stiegelwiesen“ ein neues kleines Baugebiet ausweisen möchte. Dazu hat das Landratsamt Neustadt die Empfehlung an die Stadt gerichtet, vor grundsätzlicher Planung lärm- und geruchstechnische Gutachten einzuholen, weil in diesem Bereich, wenn auch weiter entfernt, die Kläranlage und ein landwirtschaftlicher Betrieb liegen.

Weil der Freistaat Bayern die Sanierung von Wasserleitungen fördert, sollen davon die Anwohner an der Forststraße, der Zottbachstraße, der Hubertus- und der Jägerstraße profitieren. Straßenbautechnisch gesehen wird die Sanierung der Anton-Wurzer-Straße nach den Worten des Pleysteiner Stadtoberhauptes eine Aufgabe für das Jahr 2021 werden. Darüber hinaus nimmt der Straßenausbau in den Ortsteilen einen großen Stellenwert ein. So sollen die Gemeindeverbindungsstraßen Burkhardsrieth-Pfrentsch und Burkhardsrieth-Riedlhof jeweils gemeinsam mit der zuständigen Nachbarkommune ausgebaut werden. Beim Ausbau der Straße Lohma-Isgier muss eine Brücke errichtet werden, für die beide Kommunen Moosbach und Pleystein zuständig sind, weil in der Mitte des darunter verlaufenden Baches die Gemeindegrenze verläuft. Die Gemeinde Moosbach hat diesmal die Federführung für dieses Projekt mit Gesamtkosten von 840.000 Euro, die sich die beiden Kommunen nahezu zur Hälfte teilen. Auf dem Ausbauplan steht auch noch das Straßenstück Pleystein-Bartlmühle.

Mit Dorfbewohnern zusammenarbeiten

Der geplante Neubau eines Funktionsgebäudes für den städtischen Bauhof zählt zu den weiteren selbstgestellten Hausaufgaben der Stadt. Sorgen bereitet die Nutzungsänderung der Dorfgemeinschaftshäuser Miesbrunn und Burkhardsrieth in Verbindung mit der Erfüllung der brandschutzrechtlichen Anforderungen. „Da müssen wir einen Weg mit den Dorfgemeinschaften finden“, meint Bürgermeister Rainer Rewitzer.

Beim Gespräch im Rathaussaal verzichtet Bürgermeister Rainer Rewitzer darauf, die umgesetzten Projekte des vergangenen Jahres aufzulisten. Da geht vielmehr an die Bürger die Empfehlung, beim Erhalt der Broschüre die notwendige Zeit aufzuwenden, alles nachzulesen. Dazu gehören dann auch die Aufstellung der Besucher im Freibad, deren Zahl coronabedingt natürlich wesentlich niedriger ist als in den Vorjahren, was sich als Logik auch auf die Einnahmen auswirkt.

In der Info-Broschüre findet der Leser auch die Auflistung kirchlicher Termine, sofern diese wie in den vergangenen Jahren, tatsächlich umgesetzt werden konnten. Ebenso stellen die Stadtbücherei und das Stadtmuseum ihren Geschäftsablauf vor.

„Die Aufgaben der Stadt werden trotz Corona nicht weniger, die Pflichtaufgaben müssen erfüllt werden, Wünschenswertes muss eventuell hintangestellt werden“, schließt der Gemeindechef das Gespräch im Sitzungssaal.

"Die Aufgaben der Stadt werden trotz Corona nicht weniger, die Pflichtaufgaben müssen erfüllt werden, Wünschenswertes muss eventuell hintangestellt werden."

Bürgermeister Rainer Rewitzer

Diese Grünfläche im Bereich des Baugebietes "Stiegelwiesen" soll nach Vorstellung des Stadtrates zu einem neuen kleinen Baugebiet erschlossen werden. Rechts davon (im Bild) führt bereits eine asphaltierte Ortsstraße vorbei. Am Bildrand unten ist die nördliche Straße am Baugebiet angedeutet.

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