06.09.2019 - 10:53 Uhr
PleysteinOberpfalz

Start mit 415 Schülern

Vor 50 Jahren gingen in der bayrischen Schullandschaft einschneidende Neuerungen über die Bühne, so auch in unserer Region. Am 1. August 1969 trat eine entsprechende Verordnung der Regierung der Oberpfalz in Kraft.

Rektor Paul Brucksch stand als erster Schulleiter der neugegründeten Volksschule Pleystein von 1969 bis 1986 vor.
von Autor TUProfil

Die katholischen Bekenntnisschulen Miesbrunn und Pleystein werden aufgelöst. An Stelle dieser Schulen wird eine öffentliche Volksschule mit dem Sitz in Pleystein errichtet. Bereits ab Schulbeginn 1967 wurden die dreiklassige katholische Mädchenschule und die vierklassige katholische Knabenschule Pleystein vorläufig zusammengeschlossen. Die Leitung der nunmehr siebenklassigen Volksschule wurde an Hauptlehrer Michael Frank übertragen,.

Als Sprengel für die Schule wurden bestimmt: Für die Jahrgänge 1 mit 9: Das Gebiet der Stadt, der Gemeinden Lohma und Miesbrunn, die Gemeindeteile Isgier, Pielhof und Pielmühle der Gemeinde Burkhardsrieth, die Gemeindeteile Bibershof, Pfifferligstiel, Radwaschen, Schafbruck und Unterbernrieth der Gemeinde Bernrieth. Für die Jahrgänge 5 mit 9: Das Gebiet der Gemeinden Brünst, Dimpfl, Georgenberg und Waldkirch sowie die Gemeindeteile Neuenhammer, Birkenbühl, Hagenmühöle und Mangelsdorf der Gemeinde Bernrieth. Die aufgeführten Gemeinden bildeten einen Schulverband. Bis zur Erstellung des Schulhauserweiterungsbaues in Pleystein wurden die Jahrgänge 5 und 6 aus dem Sprengel der Volksschule Georgenberg (Gebiet der Gemeinden Brünst, Dimpfl, Georgenberg, Neudorf und Waldkirch), Gemeindeteile Neuenhammer, Birkenbühl, Hammermühle und Mangelsdorf der Gemeinde Bernrieth als ausgelagerte Klassen bei der dortigen Grundschule geführt.

Die Klassengliederung für das Schuljahr 1969/1970: 1. Klasse 45 Schüler Gisela Jobst, 1. und 2. Klasse 46 Schüler Emilie Wildenauer, 2. Klasse 46 Schüler Ludwig Heyder, 3. Klasse 37 Schüler Erich Rieß; 4. Klasse 49 Schüler Regina Eichhorn, 5. Klasse 50 Schüler Josef Gillitzer, 6. Klasse 49 Schüler Josef Jobst, 7. Klasse 36 Schüler Heinrich Maier, 8. Klasse 25 Schüler Josef Kick, 9. Klasse 32 Schüler Paul Brucksch. Die Gesamtzahl der Schüler betrug 415 Mädchen und Buben ohne die ausgelagerten Klassen.

Die ausgelagerten Klassen unterrichteten in Neuenhammer die fünfte Klasse Hans-Jürgen Wunder 28 Schüler, in Neudorf die sechste Klasse Josef Fischer 31 Schüler und ebenfalls in Neudorf siebte sowie achte Klasse Josef Staufer 38 Schüler. Den Handarbeits- und Hauswirtschaftsunterricht erteilten Lydia Leimberg und Schwester Martyria Knott, den Religionsunterricht Stadtpfarrer Andreas Pfeiffer, Pater Josef Zehetner vom Kreuzbergkloster, Expositus Wolfgang Hastler aus Burkhardsrieth. Pfarrer Franz-Xaver Lindner aus Miesbrunn, Pfarrer Willibald Männer aus Neukirchen zu Sankt Christoph und Vikar Eckhard Reichelt aus Vohenstrauss. Am Ende dieses ersten Schuljahrs wurden 35 Schüler entlassen, von denen sieben den qualifizierenden Abschluss bestanden hatten.

Hauptlehrer Michael Frank war von 1947 bis 1967 Schulleiter der katholischen Knabenschule. Die katholische Mädchenschule leiteten von 1945 bis 1959 Schwester Oberin Gotthardis Schemmerer, von 1959 bis 1967 Schwester Oberin Ingrit Naue.

Durch die Versetzung der Klosterschwestern Ingrit Naue und Luitgart Mühlbacher im August 1968 wurden diese Planstellen für die Lehrerinnen frei und durch den Orden der Armen Schulwestern nicht mehr besetzt. Ab September 1969 bis Februar 1986 stand als Nachfolger von Michael Frank Rektor Paul Brucksch an der Spitze der neugegründeten Volksschule Pleystein.

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