12.06.2020 - 10:43 Uhr
PleysteinOberpfalz

Straße von Burkhardsrieth nach Isgier wird erneuert

Der Pleysteiner Stadtrat genehmigt das Vorhaben. Auch die Sanierung der Zottbachtal-Grundschule geht in die nächste Runde.

Kurz nach dem Ortsausgang von Burkhardsrieth Richtung Isgier gibt eine Geschwindigkeitgsbegrenzung Hinweis auf den schlechten Zustand der Straße. Das soll sich bei den Sanierungsarbeiten mit Moosbach ändern.
von Walter BeyerleinProfil

Die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße von Burkhardsrieth nach Isgier wird in interkommunaler Zusammenarbeit mit Moosbach abgewickelt, wobei der deutlich kleinere Streckenabschnitt auf Pleysteiner Gebiet liegt. Die Kosten belaufen sich auf 282.000 Euro, von denen 257.000 Euro zuwendungsfähig sind. Die Stadt kann mit einer Förderung in Höhe von 205.080 Euro rechnen. Der Eigenanteil beträgt 77.000 Euro. An der bisherigen Trassenführung ergeben sich keine Änderungen. Der Stadtrat stimmte der Maßnahme geschlossen zu.

Die Stadt wird die Sanierung der Zottbachtal-Grundschule nach den beendeten Arbeiten an der Fassade unverzüglich fortsetzen. Jetzt soll das Dach der Grundschule und des Verwaltungstrakts saniert werden. Die Regierung der Oberpfalz hat bereits eine Unbedenklichkeitsbestätigung ausgestellt, so dass die Detailplanung mit der Ausschreibung erfolgen kann. Bürgermeister Rewitzer bekundete das Interesse der Kommune, noch in diesem Jahr mit den Arbeiten zu beginnen und 2021 abzuschließen. Die Kosten belaufen sich laut dem Stadtoberhaupt auf rund 994.000 Euro und liegen damit höher als die ursprünglich geplant.

Als Gründe nannte der Rathauschef die allgemeine Preiserhöhung und auch den Umstand, dass weitere Maßnahmen einfließen, die in der vorhergehenden Berechnung nicht enthalten waren. Die Dachsanierung könne wegen der Vermeidung weiterer Nässeschäden nicht länger hinausgeschoben werden, erklärte Geschäftsleiter Günter Gschwindler. Josef Windirsch (CSU) nannte die Sanierung der Schule und des Verwaltungstrakts einen „Herzenswunsch“. Uli Weig (FWG) sprach die möglichen zurückgehenden Steuereinnahmen an und wollte wissen, welche Maßnahmen der Stadt eventuell zurückgestellt werden müssen. Dazu nannte Rewitzer Straßensanierungen, den Städtebau, die Beschaffung beweglichen Vermögens oder das Freibad, ohne sich dabei aber festlegen zu wollen. Einstimmig beschloss der Stadtrat die Durchführung der Dachsanierung.

Die Innenraumsanierung der Grundschule soll nach Möglichkeit zeitgleich mit der Dachsanierung erfolgen. Für Weig war der Zeitraum sich über die Maßnahmen genau zu informieren zu kurz. Seinem Ansinnen auf Vertagung dieses Tagesordnungspunkts wurde nicht entsprochen. Dafür gebe es keinen Anlass, meinte Windirsch. Werner Rieß (SPD) machte aufmerksam, dass bei zeitnaher Durchführung der Maßnahme noch in diesem Jahr ein verringerter Mehrwertsteuersatz zu bezahlen sei. Letztlich stimmte der Stadtrat der Innenraumsanierung einstimmig zu.

Im Zuge der Corona-Pandemie gibt es ein Soforthilfeprogramm „Heimatmuseum“. Die Aufwendungen werden bis zu 75 Prozent gefördert, der Höchstsatz der Förderung beläuft sich auf 25.000 Euro. Johann Sax (FWG), zugleich Kreisheimatpfleger, hat als wichtige Maßnahmen im Heimatmuseum die Beschaffung neuer Vitrinen und weiterer Einrichtungsgegenstände ermittelt. Außerdem soll eine neue Ausstellung als Dauerleihgabe ins Museum aufgenommen werden. Dazu soll der Raum mit der bisherigen ausgestellten Glasschleife als neuer Ausstellungsraum genutzt werden. Der Stadtrat stimmte der Projektanmeldung einstimmig zu.

Der TV Vohenstrauß stellte den Antrag auf „dauerhafte Förderung“ des Ski- und Snowboardzentrums Fahrenberg. Das Antragsschreiben war den Fraktionen zugeleitet worden. Windirsch bezeichnete eine dauerhafte Förderung als schwierig, weil auch örtliche Vereine finanzielle Probleme haben. Er regte an, dass sich die Kommunen im Altlandkreis Vohenstrauß zusammenschließen, um über die Unterstützung zu sprechen. Seitens des TSV Pleystein werde mit dem Betrieb des Kinderliftes am Fahrenberg ohnehin genug für den Skisport getan, betonte Windirsch. Rieß nannte eine dauerhafte Unterstützung „nicht vorstellbar“. Einen Alleingang der Stadt dürfe es nicht geben, vielmehr seien die Gemeinden der ILE-Naturparkland gefordert die Unterstützung zu regeln. Thomas Parton forderte ein Konzept, wie sich der TV Vohenstrauß die Nutzung des Skizentrums unter geänderten Klimabedingungen vorstellt. Letztlich beschloss der Stadt das Ergebnis von Gesprächen der ILE-Lenkungsgruppe abzuwarten und die Entscheidung über den Antrag zu vertagen.

Seit 1. Februar ist das Baxi im Landkreis unterwegs. Laut Bürgermeister Rewitzer wird das Angebot gerne angenommen, auch wenn im Kreis des Stadtrats bei der Frage, wer die Einrichtung schon genutzt hat, die Hände unten blieben. Jetzt wird die Bevölkerung gebeten ihre Erfahrungen beim Bürgerbüro der Stadt Pleystein bekanntzugeben, um damit neue Planungen des Landratsamts Neustadt/WN zu unterstützen.

Nach dem Tod von Josef Hagn ist bei den Feldgeschworenen, auch „Siebner“ genannt, für den Pleysteiner Bereich eine Stelle vakant. Interessenten können sich ab sofort bei der Stadt melden. Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass es sich nur um einen Bürger aus dem Stadtgebiet handeln dürfe.

Nachdem Zweite Bürgermeisterin Andrea Lang seitens des Landkreises Neustadt/WN als originäre Verbandsrätin für den Sparkassenzweckverband benannt wurde, war die Stellvertretung für Rewitzer wieder offen. Einstimmig beschloss der Stadtrat, Werner Rieß mit dieser Aufgabe zu betrauen.

Geschäftsleiter Gschwindler gab bekannt, dass das Amt für Ländliche Entwicklung die Straßenbaumaßnahmen Bibershof - Unterfahrenberg und Steinbach - Rammelsleuthen auf 2021 verschoben hat. Christoph Müllhofer (CSU) informierte, dass die Junge Union den Beachvolleyplatz an der Kreisstraße wieder beleben und einen Grillplatz anlegen wolle. Dafür werde die JU eine Spende bereitstellen.

Bauanträge:

Einstimmig erteilte der Stadtrat das Einvernehmen zu den Bauanträgen von Hubert Reber zur Errichtung eines Carports am Bienenweg 2 und von Stefan Reindl zum Dachgeschossausbau mit zwei Erkern sowie einem Anbau an das Wohnhaus (Böhmerwaldstraße 6). Seinen eigenen Antrag auf Erteilung eines Vorbescheides erläuterte Stadtrat Stefan Voit selbst. Er beabsichtigt auf mehreren Grundstücken in der Miesbrunner Flur auf seinem bestehenden Firmengelände innerhalb des ausgewiesenen Industriegebietes, jedoch außerhalb der Baulinie, eine Halle zu errichten. Diese Vorstellung nutzte Voit, auch seine weiteren Pläne für sein Unternehmen, dazu gehört bereits die Vorlage eines weiteren Bauplanes in der Juli-Sitzung des Stadtrats, zu erläutern. Das Gremium erteilte zum Antrag auf Vorbescheid einstimmig das Einvernehmen. Voit bekundete auch sein Bestreben, die Gemeindeverbindungsstraße Richtung Spielhof aus seinem Gelände zu verlegen, machte zugleich aber auch deutlich, dass diese Maßnahme für seine Firma finanziell verträglich gestaltet werden müsse.

Freibad-Öffnung Thema im Stadtrat

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