13.10.2021 - 13:31 Uhr
PleysteinOberpfalz

Tschechisch-Unterricht schon ab der zweiten Klasse in Pleystein

Der neue Rektor der Grund- und Mittelschule Zottbachtal will die Kooperation mit der Partnerschule im tschechischen Bor intensivieren. In der Stadtratssitzung stellt Gerhard Steiner seine Pläne vor.

Gerhard Steiner, neuer Rektor der Zottbachtalschule Pleystein, informiert den Stadtrat über seine Pläne in Sachen Partnerschaft mit der Schule in Bor.
von Walter BeyerleinProfil

Gerhard Steiner, neuer Rektor der Grund- und Mittelschule Zottbachtal, hat Großes mit Schülern vor. Als „feste“ Gruppen sollen 52 Buben und Mädchen aus den Klassen 2/3, 5 und 6 durch intensive Maßnahmen über einen längeren Zeitraum persönliche Kontakte zu den gleichaltrigen Schülern in der Partnerschule Bor (Haid) aufbauen und daraus echte Freundschafen entwickeln. Seine Pläne präsentierte der Neustädter in der Stadtratssitzung am Dienstagabend.

Einleitend stellte sich der ausgebildete Mittelschullehrer dem Gremium vor und nannte auch den Grund seiner Bewerbung für Pleystein. In der Flosser Schule, die er auch leitete, seien die Zahlen der Mittelschüler für die nächsten Jahre unsicher, so dass er sich für die Rektorenstelle in der Zottbachschule beworben habe, erklärte er. Was viele Stadtratsmitglieder vielleicht nicht wussten: Steiner war als Junglehrer in 1985 und 1986 bereits in Pleystein tätig, damals noch mit Schulleiter Paul Bruksch. Dank seiner Jugendarbeit auf internationaler Ebene sei er froh gewesen als er gehört habe, dass in Pleystein eine Partnerschaft mit Bor bestehe, die aber wegen Corona stagniere.

Persönliche Kontake knüpfen

Nur gegenseitige Besuche mit Spielen seien jedoch keine Grundlage für eine gute Partnerschaft, meinte er. Eine Partnerschaft solle den Schülern in Pleystein und Bor die Möglichkeit geben, sich gegenseitig kennenzulernen, über einen längeren Zeitraum persönliche Kontakte zu knüpfen und vor allem eine Freundschaft aufbauen. Dies werde erreicht, wenn sich bestimmte Klassen aus Pleystein und Bor daran beteiligen. Hier möchte der Schulleiter die Klassen 2/3, die Klassen 5 und 6 aus den beiden Schulen mit einem festen Programm zueinanderführen. In jedem Fall solle bereits in der 2. und 3. Klasse Tschechisch auf dem Stundenplan stehen.

Das gemeinsame Programm der Schulen Pleystein und Bor sieht im nächsten Jahr einen Workshop Plattentektonik mit Besuch der KTB Windischeschenbach, nach Möglichkeit auch Besuche des Technik-Museums Pilsen und des Geschichtsparks Bärnau. Verbunden damit ist auch ein Workshop Mittelalter, in dem sich die Schüler entsprechende Kleidung nähen und sich dann in Bor und Pleystein ihren Eltern oder Großeltern präsentieren können. „Vielleicht gibt's da auch Burgfräulein“, scherzte Steiner. Grundsätzlich stehe aber immer der persönliche Kontakt zwischen den Schülern im Mittelpunkt. Etwas Besonders soll auch die Bereitstellung der Verpflegung für die Kinder werden, betonte der Schulleiter.

Auch Pläne mit Gamlitz

Die Finanzierung dieses Programms mit der Partnerschule Bor erfordert einen Eigenanteil der Stadt mit gleichzeitiger weiterer Förderung über die Euregio Egrensis. Steiner rechnet mit Gesamtkosten von 8000 Euro und einem sich daraus ergebenden Eigenanteil Pleysteins mit 1200 Euro. Steiner denkt seiner Planung aber auch an die Patenstadt Gamlitz und die dortige Schule. Bis zum Frühjahr will er Möglichkeiten für eine mögliche Zusammenarbeit erkunden.

Josef Windirsch (CSU) war von den Plänen „fasziniert“ und begeistert, mit welchem Engagement dieser innerhalb kürzester Zeit für die Jugend „kämpft“. Spontaner Beifall aus dem Gremium bestätigte die Einschätzung Windirschs. „Die Kinder werden es euch danken“, meinte Steiner abschließend.

Rektor Gerhard Steiner hat die Schule in Bor schonj besucht

Pleystein
Hintergrund:

Finanzierung der Partnerschaft mit der Schule in Bor

  • Gesamtkosten: 8000 Euro
  • Eigenanteil der Stadt: 1200 Euro.
  • Förderung über Euregio Egrensis

 

 

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