02.08.2020 - 08:47 Uhr
PlößbergOberpfalz

Badespaß jetzt auch im Großen Weiher bei Plößberg

"Was lange währt, wird endlich gut", freute sich am Samstagmittag Bürgermeister Lothar Müller darüber, dass das Waldstrandbad Großer Weiher in Plößberg endlich eröffnet werden kann.

Bürgermeister Lothar Müller (Zweiter von links) dankte Tamara Freundl (Mitte) von der Plößberger Wasserwacht, dass sie sich bereiterklärte, als Rettungsschwimmerin mit einzuspringen. Als Bademeister sind Stefan Betz und Alexander Hößl (von rechts) vom Bauhof aktiv, den Sicherheitsdienst am Großen Weiher stellt Markus Fritsch (links) mit seinem Team von FriSec.
von Florian TrißlProfil

Durch zusätzlich engagiertes Personal kann das eigens für den Großen Weiher von der Verwaltung erarbeitete Sicherheits- und Hygienekonzept jetzt umgesetzt werden. Allerdings gibt es einige Veränderungen zum gewohnten Badebetrieb. Das Bad ist immer von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 13 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Die eingesetzte Security sorgt für die Einlasskontrolle. Ein Eintritt wird nicht erhoben. Aufgrund der Abstandsreglung dürfen nicht mehr als 217 Gäste gleichzeitig das Bad betreten. Die Bademeister und Rettungsschwimmer kümmern sich hauptsächlich um den Badebetrieb. Ein externer Reinigungsdienst sorgt sich um die Einhaltung der Hygienevorschriften im Bad.

Eine Machbarkeitsstudie soll aufzeigen, wie das Waldstrandbad aufgewertet werden kann

Plößberg

"Wir hätten den Weiher bereits eine Woche eher eröffnet, wenn das erforderliche Aufsichtspersonal nicht kurzfristig abgesagt hätte," stellte Bürgermeister Lothar Müller zur Verschiebung der Baderöffnung klar. "Alleine in den noch verbleibenden Wochen der Badesaison werden wir zusätzlich mehrere 10.000 Euro ausgeben, um das Bad betreiben zu können."

Wir hätten den Weiher bereits eine Woche eher eröffnet, wenn das erforderliche Aufsichtspersonal nicht kurzfristig abgesagt hätte.

Bürgermeister Lothar Müller

Unabhängig von den Öffnungszeiten des Bades läuft der Biergartenbetrieb in der Weiherklause weiter. Nach dem ersten Badetag am Samstagabend berichtete Marcus Fritsch als Chef der Sicherheitsfirma von einem reibungslosen Ablauf und kultivierten Verhalten aller Besucher, obwohl zeitweise die zugelassene Höchstpersonenzahl erreicht wurde.

Haftungsrisiko

Was aktuell den Betrieb eines solchen Badegewässers erschwert, hängt nicht nur mit der Corona-Pandemie zusammen. Die jüngste Rechtssprechung zeige, dass eine Kommune bei mangelhaftem Badebetrieb haftbar gemacht werde. Das gehe so weit, dass die Entscheidungsträger persönlich haften. Das belege zum Beispiel ein aktuelles Urteil gegen einen Bürgermeister in Hessen. Er sei wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden, nachdem drei Kinder im Dorfteich ertrunken waren.

"Mir ist klar, dass sich unsere Stammgäste wünschen, dass sie baden können, wann sie wollen und das auch auf eigene Gefahr. Aber die Rechtslage entlässt einen Badbetreiber nicht aus der Verantwortung, da helfen auch keine Schilder 'Baden auf eigene Gefahr'", bittet der Bürgermeister um Verständnis.

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