10.09.2020 - 16:39 Uhr
PlößbergOberpfalz

Marktrat uneins über Zustand der Plößberger Spielplätze

Für Susanne Bittner rückt Hans-Dieter Dietl in den Marktrat nach. Ein weiteres Thema in der Sitzung war eine Pumptrack-Bahn für Kinder.

Hans-Dieter Dietl übernimmt als Listennachfolger den Posten bei der SPD ein, nachdem Fraktionssprecherin Susanne Bittner ihr Amt niederlegte.
von Florian TrißlProfil

Für Susanne Bittner, die ihr Mandat niederlegt hat, rückte Hans-Dieter Dietl auf der SPD-Liste in den Marktrat nach. Zu Beginn der Sitzung vereidigte ihn Bürgermeister Lothar Müller. Den Posten als Fraktionssprecher übernimmt Marcus Fritsch, der im März als Neuling in das Gremium gewählt worden ist. Er dankte seinen Fraktionskollegen für das Vertrauen und sagte, dass er für eine transparente und bürgernahe Politik stehe und das offene und ehrliche Gespräch suche.

Philip Böckl von der SPD stieß eine Diskussion über die Spielplätze an. Er kritisierte optische Mängel und Defekte, zum Beispiel am Spielplatz in der Ludwig-Thoma-Straße. Er bat, eventuell noch heuer, die Attraktivität der Freizeiteinrichtungen zu erhöhen. Müller wies darauf hin, dass jährlich eine Überprüfung der Sicherheit durch Sachverständige erfolge und hier keine größeren Mängel festgestellt worden seien. Zudem seien im Haushalt für heuer 10 000 und für nächstes Jahr 20 000 Euro eingeplant.

Tina Zeitler von der CSU-Fraktion meinte, dass die Geräte sicher und in optisch gutem Zustand seien. Sie regte an, hinter der Grundschule längerfristig ein Freizeitzentrum anzustreben, da hier bereits Allwetterplatz, Fußballplatz und eine kurze Laufbahn zur Verfügung stehen. Hier wäre es vielleicht auch möglich, eine Pumptrack-Bahn für Fahrräder und einen neuen Spielplatz zu bauen, meinte sie. Dies sei ein Wunsch, den Schüler der Grundschule schriftlich an einige Markträte herangetragen hätten. Hans Klupp von den Freien Wählern stimmte den Ideen zu, wobei er sich wünscht, dass die Nutzer nicht nur fordern, sondern auch Vorsicht walten lassen und etwas Engagement bei der Pflege einbringen. Dazu gehöre auch, dass man der Gemeinde melde, "wenn Schäden entstehen oder Geräte defekt sind".

Nach großen Diskussionen war Anfang August der Badeweiher in Plößberg wieder freigegeben worden. Laut Marcus Fritsch, der mit seiner Sicherheitsfirma für die Einlasskontrollen und die Aufsicht zuständig war, besuchten ungefähr 2500 Badegäste das Waldstrandbad, wobei sich alle Gäste an die Vorgaben bezüglich der Coronaregeln hielten. Der Bitte um eine Verlängerung der Öffnung um zwei Wochen entgegnete der Bürgermeister, dass dies wahrscheinlich nicht möglich sei, weil die beiden Bademeister wieder für den Bauhof zur Verfügung stehen müssten und das Wetter voraussichtlich auch keinen dauerhaften Badebetrieb möglich mache. Des Weiteren wies er nochmals auf die haftungsrechtlichen Probleme hin, die beim Großen Weiher entstehen könnten. Die Gemeinde werde hier ein rechtliches Gutachten erstellen lassen, das beschreiben soll, wie der Weiterbetrieb des Badeweihers ohne große haftungstechnische Probleme möglich sei. Bürgermeister Müller gab bekannt, dass der Marktrat beschlossen habe, für den Bauhof einen neuen Mitarbeiter einzustellen, der als Bademeister am Großen Weiher tätig sein soll. Zudem soll für den Bauhof ein neuer, größerer Streusalzautomat angeschafft werden. Außerdem sollen in Zukunft keine Wasserableser mehr ins Haus kommen, sondern Wasserablesebriefe verschickt werden. Der Neubau der Kläranlage sei einigermaßen im Zeitplan. Bis zum Winter sollen das alte Gebäude abgerissen sowie die Asphaltierung der Straßen und der Zaun um die Kläranlage fertiggestellt werden.

Schon länger diskutiert der Marktrat das Aufstellen von neuen Urnennischen am Friedhof in Plößberg. In der bestehenden Anlage im vorderen Friedhofsabschnitt sind bald alle Plätze belegt und der bauliche Zustand ist nicht der beste. Der Marktrat plant eine neue Anlage mit ungefähr 30 Nischen im hinteren Bereich hinter den Urnengräbern. Weil die bestehende Anlage aus Beton stark gelitten hat, tendierten die Räte zu einer Ausführung aus Granit. Hans Klupp bat darum, nicht nur an die Urnenanlage zu denken, sondern auch die gärtnerische Beplanung durch Fachleute durchführen zu lassen. Die Auftragsvergabe und die endgültige Entscheidung mussten die Räte in der nichtöffentlichen Sitzung treffen.

Hier erfahren Sie mehr über die Zusammensetzung des Marktrats

Plößberg
Das neue Marktgemeinderatsmitglied Hans-Dieter Dietl (links) legt hier vor Bürgermeister Lothar Müller (rechts) den Eid ab. Marcus Fritsch (vorne) übernimmt gleichzeitig den Posten des SPD-Fraktionsvorsitzenden von Susanne Bittner.
Die bestehenden Urnennischen am Plößberger Friedhof bieten langsam keine freien Plätze mehr. Außerdem haben die Betongebilde ganz schön gelitten. Deswegen sollen am hinteren Friedhofsteil neue Urnenplätze geschaffen werden.
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