04.05.2020 - 12:45 Uhr
PlößbergOberpfalz

Respekt und Toleranz prägen Marktrat Plößberg

Im Marktgemeinderat herrscht harmonische und konsensorientierte Stimmung. Darüber waren sich die Sprecher aller Fraktionen bei der Abschlusssitzung einig. Zum letzten Mal dabei waren fünf Mitglieder des Gremiums.

Das Gremium in dieser Zusammensetzung ist Geschichte. Das Bild stammt von der Jahresabschlusssitzung im Dezember 2019 noch vor der Corona-Pandemie. Ausgeschieden sind Michael Haubner und Karl Löw (vorne von rechts), Tobias Beer und Jürgen Kraus (hinten, Erster und Dritter von rechts) sowie Marco Bauer (hinten, Vierter von links).
von Florian TrißlProfil

Nach der etwa zweistündigen Diskussion über die Projekte um den Stausee blickten der Bürgermeister und die Fraktionssprecher zum Abschluss der Wahlperiode auf erfolgreiche sechs Jahre zurück.

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Plößberg

Alle dankten dem gesamten Personal der Gemeinde mit Hubert Götz an der Spitze für die hervorragende und zuverlässige Arbeit.

Bürgermeister Lothar Müller blickte auf infrastrukturelle Maßnahmen wie den barrierefreien Ausbau des Rathauses, den Baubeginn der Ortsumgehung mit dem Kreisverkehr und viele weitere Projekte zurück. Als besonderen Schwerpunkt hob er das Projekt Kläranlage hervor. "Es ist erfreulich, dass das gesamte Gremium diesbezüglich mit einer Stimme gesprochen hat, obwohl es von außen immer wieder Störfeuer gab", lobte der Rathauschef.

Als Bereicherung in der sozialen Infrastruktur nannte er den Erntedankempfang, womit alljährlich ein Dank an alle Ehrenamtlichen und Unternehmer der Gemeinde gerichtet wird. Möglich sei die erfolgreiche Arbeit nur mit engagierten Gemeindemitarbeitern und einem zukunftsorientierten Gremium, wünschte sich Müller eine Fortsetzung.

In diesen Dank einstimmend blickte Fraktionssprecherin Tina Zeitler (CSU) auf generationenübergreifende Projekte der vergangenen sechs Jahre zurück. 2014 sei die Kinderkrippe eingeweiht, 2015 der Betrieb in der neugebauten Grundschule aufgenommen und im selben Jahr der Anbau des Kindergartens in Beidl eröffnet worden. Sie dankte dem Jugendbeauftragten Michael Haubner, der sich für die Unterstützung von Jugendgruppen und das Ferienprogramm engagierte, und allen, die für die Senioren in der Gemeinde aktiv sind. Das BRK bringe sich als Träger des Seniorenzentrums und der Nachbarschaftshilfe ein. Deren Team unter Leitung von Jutta Frankenhäuser, dem Behindertenbeauftragten Reinhard Schön und dem Seniorenbeauftragten Günter Grießhammer dankte sie ebenso. Großen Anteil am Erfolg der Marktgemeinde hätten die Unternehmen, die für viele Arbeitsplätze und die florierende Wirtschaft sorgten.

Neben der persönlichen Freude, für die Gemeinde als 3. Bürgermeisterin und als Traustandesbeamtin tätig zu sein, hob Susanne Bittner (SPD) die erfolgreiche Zusammenarbeit des stark verjüngten Gremiums hervor. 2014 waren 7 der 16 Ratsmitglieder neu im Marktrat. Großes Lob hatte Bittner für die Wirtschaftsbetriebe, die in die Zukunft investierten, und für die langjährigen Gemeindemitarbeiter.

Hans Klupp (Freie Wähler) war froh, dass trotz der Corona-Pandemie eine angemessene Verabschiedung der ausscheidenden Markträte stattfinden konnte. Er hob hervor, dass der Respekt im Umgang miteinander, Toleranz gegenüber anderen Meinungen und das Suchen nach Konsens stets das Gremium prägten. "In einer Krisenzeit, wie wir sie jetzt erleben, ist es umso wichtiger, dass es Menschen gibt, die sich einbringen, mitreden und Verantwortung übernehmen."

Zweiter Bürgermeister Markus Preisinger (CSU) verwies darauf, dass sich durch die wirtschaftliche Entwicklung der Betriebe auch die finanzielle Situation der Gemeinde erheblich verbessert habe. Man müsse weiter hohe Fördermöglichkeiten ausschöpfen und nicht aus Angst vor der Corona-Krise bereits gestartete Projekte infrage stellen. Preisinger betonte, dass bei Diskussionen stets die Sachfrage im Mittelpunkt stehe. Die ausscheidenden Mitglieder bat er, weiter ein kritisches und aktives Auge auf die Gemeindepolitik zu haben.

Hintergrund:

Dank an ausscheidende Markträte

Abschließend hielt Bürgermeister Lothar Müller auf die ausscheidenden Mitglieder eine kleine Laudatio. Er betonte, dass alle Verabschiedeten stets zum Wohle der gesamten Gemeinde Entscheidungen getroffen hätten. Der Bürgermeister dankte Marco Bauer(CSU, 12 Jahre im Gremium) für sein praktisches Wissen und die Erfahrungen im Bausektor, die er als Metallbaumeister im Gremium einbrachte. Tobias Beer (CSU, 6 Jahre) bestach laut Müller vor allem durch seine sachliche Art und das Know-how als Bautechniker. Bei Michael Haubner(CSU, 6 Jahre) hob der Bürgermeister die Akzente hervor, die er als Jugendbeauftragter setzte. Aber auch sein Wissen und den Weitblick als Bankkaufmann habe er hervorragend eingebracht. Karl Löw(SPD, 12 Jahre) lobte Müller für seine ruhige und sachliche Art, mit der er gefasste Beschlüsse verteidigte. Die Entscheidung von Jürgen Kraus(SPD, 6 Jahre), nicht mehr für den Marktrat zu kandidieren, habe Lothar Müller überrascht. Er verstehe und respektiere seine Entscheidung, den Sachverstand im Feuerwehrwesen werde er allerdings vermissen. Jürgen Kraus antwortete mit einigen selbst geschriebenen Versen, wie es viele von ihm als Mitglied im "Plößberger Dreigestirn" kennen. Mit teils ernsten, aber auch lustigen Reimen dankte er allen Kollegen und bat um eine Fortführung der harmonischen Arbeit im Marktrat.

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