21.03.2019 - 15:16 Uhr
PlößbergOberpfalz

Auf dem Weg zur Barrierefreiheit

Der behindertengerechte Umbau des Plößberger Rathauses geht in die nächste Phase. Die Tage des mühsamen Treppensteigens im Rathaus sind in ein paar Monaten gezählt.

Bürgermeister Lothar Müller hofft, dass die Bürger den barrierefreien Eingang auf der Rückseite des Rathauses bald nutzen können.
von Redaktion ONETZProfil

Der Anbau eines Aufzugs soll den Weg zur Barrierefreiheit ebnen. Errichtet wird dieser am Hintereingang. Nachdem der Rohbau fertiggestellt ist, folgt nun der Innenausbau. Der Freistaat setzt sich schon seit längerer Zeit für die Beseitigung baulicher Barrieren ein. Deshalb unterstützt er durch das Kommunalinvestitionsprogramm in einigen Gemeinden zum Beispiel die Sanierung von Schulen, Museen und Verwaltungsgebäuden.

Die Marktgemeinde Plößberg erhält Fördergelder für den Umbau des Rathauses. Die Maßnahmen, die bereits im vergangenen Sommer starteten, kosten etwa 600.000 Euro. Verantwortlich für die Planung und Bauausführung sind Klaus Stiefler und Ralph Stadter vom RSP Architekturbüro in Bayreuth.

Bürgermeister Lothar Müller freut sich über die Veränderung am Rathaus, das 1932 zunächst als Schule erbaut wurde. Bisher mussten Besucher erst einige Treppen hinaufsteigen, bevor sie das Gebäude betreten konnten. "Unter den vielen Stufen leidet besonders die ältere Generation", sagt der Rathauschef.

Der Anbau des Aufzugs erschließt den Plößbergern sowohl den Keller als auch das Erdgeschoss und den ersten Stock. Um alle Bereiche der jeweiligen Ebenen zu erreichen, können die Benutzer den Fahrstuhl auf zwei Seiten verlassen. Dafür haben die Bauarbeiter bereits Plattformen rechts und links neben dem Lift errichtet. Dort, wo momentan noch Fenster in die Wand eingelassen sind, wird die Baufirma Türen einsetzen.

Ab wann die Bürger den Aufzug nutzen können, steht noch nicht genau fest. Der Umbau soll Mitte bis Ende diesen Jahres abgeschlossen sein. Zudem wird es im Verwaltungsgebäude bald behindertengerechte Toiletten geben, neben denen ein Notausgang entsteht. Die Büroräume sind von der Baustelle momentan nicht betroffen. Allerdings muss das Rathaus brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Dies war Voraussetzung, um Fördergelder für den Fahrstuhl zu erhalten. Daher renoviert die Gemeinde einige Zimmer, wie zum Beispiel den Mehrzweckraum. "Gerade für besondere Veranstaltungen wie Trauungen wollen wir einen schöneren Rahmen schaffen", erklärt Müller.

Neben solchen Plattformen entsteht der Aufzug, um alle Ebenen im Haus zu erreichen.
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