28.02.2021 - 10:47 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Bauausschuss Poppenricht lehnt Werbetafel und Bebauung erneut ab

Auf wenig Gegenliebe bei den Poppenrichter Gemeinderäten stößt ein Bauvorhaben in Traßlberg, das nach übereinstimmender Auffassung zu massiv ausfällt.

Auf wenig Gegenliebe bei den Poppenrichter Gemeinderäten stößt ein Bauvorhaben, das nach übereinstimmender Auffassung zu massiv ausfällt, außerdem nicht genügend Pkw-Abstellmöglichkeiten vorsieht und sich überhaupt nicht in die Umgebung mit ausschließlicher Einzelbebauung einfügt.
von Autor GFProfil

In seiner Dezember-Sitzung hatten sich die Poppenrichter Gemeinderäte fraktionsübergreifend gegen die Errichtung einer nachts beleuchteten Werbetafel an der Abzweigung der Hauptstraße in Witzlhof von der Sulzbacher Straße (Staatsstraße 2040) ausgesprochen. Nun musste sich der Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss noch einmal mit dieser Werbetafel befassen, so der Zweite Bürgermeister Hermann Böhm. Das Landratsamt hat in einer Stellungnahme mitgeteilt, dass Ablehnungsgründe nicht gegeben seien, denn das Vorhaben füge sich in die Umgebung mit gewerblicher Nutzung und Wohnbebauung ein. "Unverständlich ist für mich diese Stellungnahme", so CSU-Fraktionssprecher Andreas Kopf, "denn warum sollen wir dazu Stellung nehmen, wenn das Landratsamt eh schon weiß, wie es entscheiden wird." Dort störe eine beleuchtete Werbetafel nicht, hieß es, aber die Beleuchtung für das Poppenrichter Rathaus müsse um 23 Uhr zum Schutz der Insekten ausgeschaltet werden. "Das sehe ich genauso", meinte SPD-Fraktionssprecher Wolfgang Schmidt. "Warum müssen wir uns noch einmal damit befassen, wenn unsere Meinung überhaupt nicht relevant ist?"

Beleuchtete Werbetafel in der Kritik

Poppenricht

Die Gemeinderäte blieben bei ihrer im Dezember gefassten Entscheidung und lehnte die geplante Werbetafel an diesem Standort einstimmig ab. Auch mit einem Bauvorhaben in Traßlberg, das ein Doppelhaus, fünf Reihenhäuser, sechs Garagen und einen Stellplatz vorsieht, musste sich der Bauausschuss erneut befassen, da der Antragsteller eine geringfügige Änderung nachgereicht hatte. "Dieses Bauvorhaben ist auf der vorhandenen Fläche zu massiv", so Andreas Kopf. Außerdem füge es sich nicht in die großzügige Einzelbebauung der Umgebung ein. Erneut kam Zustimmung von Wolfgang Schmidt, der auch nach der Änderung dem Bauvorhaben seine Zustimmung verweigerte. Auch SPD-Gemeinderat Markus Zagel sah in einer Bauverdichtung keine vernünftige Lösung. In den vergangenen beiden Jahrzehnten sei zwar auf immer kleineren Grundstücken gebaut worden, dicht an dicht stünden die Einfamilienhäuser, aber aktuell gehe der Trend wieder zu größeren Grundstücken, bei denen man „um sein Haus rumgehen kann“.

"Wenn wir der beantragten Planung zustimmen, sind die umliegenden Straßen zugeparkt", befürchtet Konrad Scharl, daher lehnte auch er das Bauvorhaben ab und letztlich sprach sich das Gremium einstimmig gegen die Planung aus. Ein Vorschlag von Wolfgang Schmidt fand allseits Zustimmung: "Bei unserer nächsten Klausur sollten wir darüber beraten, wie wir uns künftig die Innenbebauung in Poppenricht und Traßlberg vorstellen." Schmidt wollte auch wissen, wie es um ein besseres Internet in Altmannshof und Speckshof stehe und ob es Fortschritte mit einem im Jahr 2019 vorgestellten Baugebiet Drei-Mohren-Ost gebe. Bei Drei-Mohren-Ost gab es in den vergangenen beiden Jahren keine Aktivitäten, so Verwaltungsleiter Hartmut Gawlik und in Altmannshof und Speckshof könnte eventuell ein bereits vorhandenes Glasfaserkabel, das bisher nur für militärische Zwecke genutzt wurde, auch zur Breitbandversorgung von einem Internetanbieter angemietet werden. Zweiter Bürgermeister Hermann Böhm meinte ergänzend, dass derzeit von der Breitbandberatung Bayern GmbH aus Neumarkt für die Orte Altmannshof und Speckshof die neue Bayerische Gigabitrichtlinie geprüft werde. Eine optimale Lösung, so Böhm, wäre es, wenn die vorhandene Glasfasertrasse für eine schnelle Internetanbindung von Altmannshof und Speckshof genutzt werden könnte.

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