03.05.2021 - 14:17 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Bürgermeister-Dreigestirn in Poppenricht ist wieder komplett

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Das Bürgermeister-Dreigestirn in Poppenricht ist wieder vollständig: Konrad Scharl ist Zweiter Bürgermeister, Claudia Kammerl neue Dritte Bürgermeisterin. Und Barbara Wagner rückt in das Gremium nach.

Claudia Kammerl wird mit zehn zu fünf Stimmen zur Dritten Bürgermeisterin gewählt und vom Ersten Bürgermeister Hermann Böhm vereidigt.
von Autor GFProfil

Bei der Sitzung des Poppenrichter Gemeinderats ging es um Personelles. Mit seiner Wahl zum Ersten Bürgermeister verlor Hermann Böhm sein Mandat als Gemeinderat, für ihn rückte Barbara Wagner nach. Auch die Funktion des Zweiten Bürgermeisters war neu zu besetzen, dafür schlug Barbara Wagner den bisherigen Dritten Bürgermeister Konrad Scharl vor. FW-Gemeinderat Bertram Gebhard brachte SPD-Gemeinderat Michael Gradl ins Spiel. Das Ergebnis der Abstimmung fiel klar aus: Konrad Scharl erhielt zehn Stimmen, Michael Gradl fünf.

Für den Posten des Dritten Bürgermeisters wurden von Lisa Grünbauer die CSU-Gemeinderätin Claudia Kammerl, von Markus Zagel der SPD-Gemeinderat Michael Gradl und von Wolfgang Schmidt der FW-Gemeinderat Michael Reimelt vorgeschlagen. Bei der Wahl erhielt Claudia Kammerl die zehn Stimmen der CSU-Fraktion, für Michael Gradl sprachen sich vier Gemeinderäte aus, und nur einer für Michael Reimelt. Bürgermeister Hermann Böhm wünschte seinen beiden Stellvertretern „eine gute Hand“ zum Wohle der Gemeinde.

Neu zu besetzten waren gemeindliche Ausschüsse und der Vertreter im Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens Poppenricht. Bürgermeister Hermann Böhm ist Kraft Amtes Vorsitzender der Ausschüsse und des Verwaltungsrats des Kommunalunternehmens Poppenricht. Auf Vorschlag der CSU-Fraktion übernimmt Barbara Wagner die bisherige Funktion von Böhm.

In seinem Bericht informierte Hermann Böhm, dass für alle Gemeindemitarbeiter der wöchentliche Corona-Schnelltest obligatorisch sei. Die Kanalbefahrungen in den Straßen Neue Heimat, Siedler- und Häringloher Straße seien abgeschlossen, das Ingenieur-Büro Dörschel werde der Gemeinde im Mai einen Sanierungsvorschlag unterbreiten. Böhm kündigte an, dass er künftig jeden ersten Mittwoch im Monat eine telefonische Bürgersprechstunde abhalten werde. "Die kostenlose Corona-Schnelltestung in der Turnhalle wird gut angenommen und bis auf Weiteres jeden Mittwoch von 17 bis 20 Uhr für jedermann angeboten", sagte Hermann Böhm.

Die Anrainer seien per Online-Meeting über den Planungsstand für den Amberger Hochwasserschutz informiert worden, Näheres beinhalte ein Flyer des Wasserwirtschaftsamts und dessen Homepage, sagte der Bürgermeister. Mitte April sei mit dem Büro Renner-Hartmann und dem Wasserzweckverband Illschwang-Gruppe der aktuelle Planungsstand für die Erneuerungen der Wasserleitungen in der Neuen Heimat sowie der Siedler- und Häringloher Straße besprochen worden. Die Breitbandberatung Bayern bereite eine Markterkundung nach der Bayerischen Gigabit-Richtlinie vor, vorrangig gehe es um die Ortschaften Speckshof und Altmannshof.

Vor einer Woche wurden nach Angaben des Bürgermeisters in der örtlichen Grundschule acht Luftreinigungsgeräte in Betrieb genommen. Auf die Gesamtkosten in Höhe von 25 000 Euro habe Poppenricht eine Förderung des Freistaats von 14 000 Euro erhalten. Über 47 000 Euro Zuschuss habe die Gemeinde auch für ihre Ausgaben in Höhe von 53 000 Euro für den Glasfaserschluss der Grundschule erhalten. Das Amberger Trinkwasser, mit dem Traßlberg, Witzlhof, Altmannshof und Speckshof versorgt werden, sei „einwandfrei“, wie die Trinkwasseranalyse ergeben habe, informierte Böhm.

Im nichtöffentlichen Teil der vergangenen Gemeinderatssitzung sei die Anschaffung neuer Urnenstelen beschlossen worden, die im östlichen Teil des Friedhofs aufgestellt werden und mit fast 38 000 Euro zu Buche schlagen werden, erklärte Böhm. Er warf auch die Frage auf, ob sich Poppenricht wegen eventueller Differenzen mit der Stadt Amberg oder dem Wasserwirtschaftsamt Weiden juristischen Beistands bedienen sollte, was CSU-Fraktionssprecher Andreas Kopf und Johannes Hauer als sinnvoll erachteten.

SPD-Fraktionssprecher Wolfgang Schmidt meinte, Hermann Böhm sei beim Online-Meeting zum Hochwasserschutz Amberg nicht legitimiert gewesen, sich für die Gemeinde Poppenricht gegen den Damm zwischen Neumühle und Witzlhof auszusprechen. Dem widersprach Johannes Hauer. Bereits vor einem Jahr sei darüber im Gemeinderat diskutiert worden, und die Meinung sei damals eindeutig gewesen, dass Poppenricht den Damm ablehne.

Zum geplanten Ausbau des Kreuzwegs waren die Anlieger befragt worden, von zehn hatten sich neun gegen einen Ausbau und nur einer dafür ausgesprochen. Diesem Votum folgte der Gemeinderat einstimmig. Somit werden die weitere Planung und die Ausführung eingestellt. Bürgermeister Hermann Böhm erläuterte das Gesetz zur Änderung der Gemeinde-, Landkreis- und Bezirksordnung, das Hybrid-Sitzungen mit einer Teilnahme durch Bild- und Tonübertragung zulasse. Wolfgang Schmidt und Johannes Hauer meinten, dass man Digitalisierung nicht grundsätzlich ablehnen könne. Schließlich sprach sich der Gemeinderat mit 14:1 Stimmen für Hybrid-Sitzungen aus. Sichere Verbindungen müssten gewährleistet sein. Die Jugendbeauftragte Lisa Grünbauer hatte die Spielplätze in der Gemeinde begutachtet und einige Mängel festgestellt, die dringend behoben werden müssen. Das seien bereits größtenteils durch Mitarbeiter des Gemeindebauhofs erledigt worden, sagte Böhm.

Der Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss billigte ohne konträre Diskussion sechs Bauanträge, erteilte das gemeindliche Einvernehmen und befreite die Antragsteller, soweit erforderlich, von den Feststellungen des Bebauungsplans. Durchgewunken wurden der Neubau einer Terrassenüberdachung, der Umbau eines landwirtschaftlichen Gebäudes in ein Wohnhaus nebst einer Nutzungseinheit, der Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage sowie die Errichtung einer Terrassenüberdachung, jeweils in Traßlberg, außerdem die Errichtung eines Balkons an der Westseite eines Wohnhauses in Poppenricht. Der Platz im Eingangsbereich zu Grundschule und Turnhalle müsse neu gepflastert werden, sagte Bürgermeister Hermann Böhm. Der Brunnen bleibe als Grünanlage erhalten, bekomme aber eine neue Einfassung. Die Gestaltung des Platzes und des Brunnens erfolge in enger Absprache mit der Schulleitung, die Arbeiten erledigten Mitarbeiter des Bauhofs.

SPD-Sprecher im Poppenrichter Gemeinderat kündigt seien Rückzug an

Poppenricht

"Die kostenlose Corona-Schnelltestung in der Turnhalle wird gut angenommen und bis auf Weiteres jeden Mittwoch von 17 bis 20 Uhr für jedermann angeboten."

Hermann Böhm, Bürgermeister von Poppenricht

Die Ärztin Barbara Wagner rückt für den aus dem Gemeinderat ausgeschiedenen Bürgermeister Hermann Böhm nach und wurde für den Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens Poppenricht sowie den Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde bestellt.

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