09.02.2021 - 14:21 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Poppenrichter Jugendforum erstmals nur digital

Es ist eine Premiere: Erstmals kann das Jugendforum der Gemeinde Poppenricht nur in digitaler Form stattfinden. Aber die neue Jugendbeauftragte Lisa Grünbauer meistert diese Herausforderung mit Bravour.

Vom Rathaus aus leiten die Jugendbeauftragte Lisa Grünbauer (links) und Zweiter Bürgermeister Hermann Böhm (rechts) das digitale Jugendforum in der Gemeinde Poppenricht.
von Autor GFRProfil

Eigentlich für Dezember 2020 und als Präsenzveranstaltung geplant war das Poppenrichter Jugendforum mit den Vertretern aller im Gemeindebereich ansässigen Vereinen und Verbänden, die Jugendarbeit im Programm stehen haben. "Die Pandemie hat alle unsere Pläne zunichte gemacht", bedauerte Zweiter Bürgermeister Hermann Böhm eingangs, der zusammen mit der Jugendbeauftragten Lisa Grünbauer aus dem Sitzungssaal des Rathauses heraus das digitale Jugendforum leitete.

An der Veranstaltung beteiligten sich die Feuerwehrjugend aus Traßlberg und Poppenricht, die Pfadfinder, die Ministranten, der Bibeltreff, die evangelische Jugend, der Kinder- und Jugendchor sowie Waltraud Lobenhofer als Organisatorin der Arbeiterwohlfahrt-Ferienbetreuung. Die Vereine hätten im vergangenen Jahr zahlreiche geplante Veranstaltungen absagen müssen, sagte Böhm. Er wies darauf hin, dass der Gemeinderat in seiner Dezember-Sitzung fraktionsübergreifend beschlossen hat, die für das Haushaltsjahr 2020 eingestellten 3000 Euro Jugendförderung vollständig in das Haushaltsjahr 2021 zu übertragen.

Lisa Grünbauer äußerte die Hoffnung, dass möglichst bald wieder Normalität einkehren möge und wieder eine geordnete Jugendarbeit möglich sein werde. Dann wolle sie bei einem Jugendforum als Präsenzveranstaltung endlich die örtlichen Jugendleiter persönlich kennenlernen.

Die Teilnehmer am Jugendforum stellten ihre Organisationen sowie deren Mitgliederzahlen vor. In einer sachlichen und lösungsorientierten Diskussion wurde über Zuschusswünsche und die finale Verteilung der Fördergelder entschieden, mit der letztlich alle zufrieden waren. Die Jugendbeauftragte stellte fest, dass in den vergangenen 20 Jahren die Zahl der geförderten Mitglieder um 57 Prozent angestiegen sei: "Eine äußert positive Entwicklung, die die hohe Qualität der Jugendarbeit in der Gemeinde Poppenricht widerspiegelt."

Lisa Grünbauer wies auch auf gemeindliche Förderung von Schulungs- und Fortbildungsveranstaltungen hin, von der wenig Gebrauch gemacht werde. Ein formloser Antrag an die Gemeindeverwaltung würde hierfür ausreichen. Sie habe jederzeit ein offenes Ohr für die Anliegen der Jugendvereine. Für das Wochenende 27./28. Februar biete die Kommunale Jugendarbeit des Landkreises eine Juleica-Online-Schulung an, diese Möglichkeit der Fortbildung sollte man sich nicht entgehen lassen, sagte Grünbauer. Konkrete Aussagen zum Ferienprogramm könnten derzeit nicht gemacht werden, sagte die Jugendbeauftragte. Sollte sich die allgemeine Lage entspannen, werde es sicher wieder entsprechende Angebote in Poppenricht geben.

Waltraud Lobenhofer verwies auf den Newsletter der Bayerischen Jugendrings mit aktuellen Informationen zur Jugendarbeit. Auch stellte sie das Projekt „Deine Zukunft-AS“ vor, wofür bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten für zukunftsorientierte Projekte erstattet werden. Anträge müssten zu den Stichtagen 31. März und 31. August im Landratsamt vorliegen. Wie Hermann Böhm ankündigte, stehe in absehbarer Zeit in Poppenricht eine Bürger-App zur Verfügung, die wichtige Informationen aus der Gemeinde bereithalte. Böhm zeige sich positiv überrascht vom Ablauf dieses digitalen Jugendforums.

Jugendforum mit offenem Ohr für die Anliegen der Vereine

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.