12.04.2019 - 16:05 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Roger Hoffmann als Poppenrichter Bürgermeister vereidigt

Er will als neuer Poppenrichter Bürgermeister "sachorientiert und unvoreingenommen" Probleme anpacken - und über Parteigrenzen hinweg Lösungen zum Wohl der Bürger suchen: Das sagte Roger Hoffmann nach seiner Vereidigung.

Roger Hoffmann, der neue Poppenrichter Bürgermeister, schwört Treue dem Grundgesetz der Bundesrepublik und der Verfassung des Freistaates Bayern. Dritte Bürgermeisterin Gertrud Weigl vereidigte ihn.
von Autor GFRProfil

In einer außerordentlichen Sitzung des Gemeinderates legte der neue Erste Bürgermeister seinen Amtseid ab. Durch einstimmigen Beschluss wurde er auch gleich offiziell zum Eheschließungs-Standesbeamten bestellt. Es obliegt dem ältesten Rats-Mitglied, den neuen Bürgermeister zu vereidigen: Diese Aufgabe fiel Dritter Bürgermeisterin Gertrud Weigl zu. Nie hätte er sich träumen lassen, dass er schon nach drei Jahren im Gemeinderat zum Ersten Bürgermeister gewählt werden würde, sagte Roger Hoffmann. Doch er will sich der Verantwortung stellen - er habe aber viel Respekt und auch Demut vor seinem Amt, bekannte er.

Im Blickpunkt:

"Scheinkandidatur" wäre möglich

Die Amtszeit von Bürgermeister Roger Hoffmann beträgt sieben Jahre, er muss sich also nicht bei der regulären Kommunalwahl im nächsten Jahr wieder zur Wahl stellen, sondern erst 2026. Trotzdem könnte er 2020 antreten, wenn er wollte – auf der Gemeinderatsliste der SPD. Diese Auskunft erhielt die AZ von Christine Hollederer, der Pressesprecherin des Landratsamtes. Bis 2018 wäre so etwas als „Scheinkandidatur“ nicht möglich gewesen, doch diese Regelung wurde laut Hollederer 2018 aufgehoben.

Dass Hoffmann auf der Liste kandidieren kann, bedeutet allerdings nicht, dass er (quasi zusätzlich zum Bürgermeisterposten) das Mandat als Gemeinderat annehmen kann. Das ginge nur, wenn er vorher als Bürgermeister zurücktreten würde. Es stellt sich also die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer solchen Kandidatur. Rein juristisch allerdings wäre sie möglich.

Sein Vorgänger Franz Birkl habe seit Mai 2002 mit unermüdlichem Einsatz die Geschicke der Gemeinde gelenkt. CSU-Fraktionssprecher Andreas Kopf gratulierte Hoffmann im Namen der CSU-Fraktion und sicherte ihm Unterstützung zum Wohle der Gemeine zu. Auch die FW-Fraktion hoffe, gut mit dem neuen Bürgermeister zusammenarbeiten, sagte Kurt Köhler. SPD-Fraktionssprecher Wolfgang Schmidt meinte schmunzelnd, dass er Hoffmann gerne als Gemeinderat neben sich sitzen gesehen habe. Aber es sei natürlich besser, dass dieser nun als Bürgermeister vorne sitze.

Hintergrund:

So sieht der neue Bürgermeister seine Rolle

Roger Hoffmann sieht das Vertrauen der Wähler auch als Forderung nach Leistung. Ein Gemeinderat sei das demokratisch gewählte Hauptorgan einer Kommune. Seine Verpflichtung als Bürgermeister sei es, diesem Gremium zuzuarbeiten. Hoffmann bat um Loyalität: Wenn alle ihr Fachwissen einbringen, stehe einer konstruktiven Zusammenarbeit nichts im Wege. Es sei kein Geheimnis, dass die Arbeit im Rathaus, vor allem die des Bürgermeisters, kritisch beobachtet werde. Hoffmann will neue Aufgaben beharrlich und zielstrebig angehen, Neutralität über Parteigrenzen hinweg, Offenheit und Bürgernähe praktizieren. Anfangen will er mit einer gründlichen Bestandsaufnahe für weitere Entscheidungen im Einklang mit den Gemeinde-Finanzen. Das Bürgermeister-Amt sei ihm Herzensangelegenheit. Was gebe es Spannenderes, als seinem eigenen Lebensmittelpunkt seit 27 Jahren, eine gute Zukunft zu geben?

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