16.02.2020 - 15:26 Uhr
PressathOberpfalz

228 Wildschweine zur Strecke gebracht

Die Hegegemeinschaft Pressath ist zufrieden mit dem Abschuss der Wildschweine. Vielen Schwarzkitteln kam man mit Drückjagden bei. Die Praxis an anderer Stelle ruft hingegen Kritik der Jäger hervor.

Albert Butscher, seit 46 Jahren Vorsitzender der Hegemeinschaft Pressath.
von Autor ISProfil

Bei der Versammlung der Hegegemeinschaft Pressath drehte sich fast alles um Wildschweine. Die Hegegemeinschaft ist ein Zusammenschluss von Jägern mehrerer Reviere, die Hegemaßnahmen und Abschusspläne koordinieren soll. Seit nunmehr 46 Jahren ist Albert Butscher Vorsitzender. Bei der Zusammenkunft im Gasthaus Heining freute er sich, dass „ziemlich alle vertreten“ waren.

In der Hegegemeinschaft wurden insgesamt 228 Wildschweine erlegt, freute er sich. 21 Prozent dieser Tiere wurden bei Drückjagden geschossen, gab er bekannt. „Mit der zunehmenden Bejagung werden die Wildschweine immer schlauer“ betonte er. Das Sprichwort von der „dummen Sau“ gelte nicht mehr.

Kurz ging Butscher auch auf die afrikanische Schweinepest ein, die noch nicht bei uns angekommen ist. Er appellierte jedoch an die Jäger, wachsam zu sein, denn die Gefahr dürfe nicht unterschätzt werden.

"Nicht alles Wild anlasten"

An Drückjagden im Staatsforst gab es Kritik. Dort würden nicht nur Wildschweine erlegt, sondern auch Rotwild und Rehe. Der Slogan „Wald geht vor Wild“ wurde als widersinnig bezeichnet und gehe an der Wirklichkeit vorbei.

Albert Butscher forderte alle Gruppen auf, das Thema Jagd ernsthaft, sachlich und auch objektiv anzupacken. „Es darf nicht alles, was im Wald geschieht, dem Wild und vor allem den Rehen angelastet werden“, betonte er. Im Bezug auf die Jagd auf Füchse forderte er die Jägerschaft auf, aktiv zu sein. „Die Devise muss lauten: Nicht ausrotten, sondern dezimieren“, unterstrich er.

Hegeschau in Speinshart

Butscher bat die Jäger, die Streckenlisten bis zum 1. April abzuliefern und die Trophäen am 2. April ab 18 Uhr nach Speinshart zu bringen. Die Hegeschau mit Ausstellung für die Schulen findet am Freitag 3. April wieder im Gemeindezentrum in Speinshart statt.

Die Jahresversammlung der BJV-Kreisgruppe Eschenbach mit Neuwahl der Vorstandschaft steht am Freitag, 6. März, im Gasthaus Heining in Pressath auf dem Programm. Zudem beteiligt sich die Jägerschaft wieder an der der Ramadama-Aktion des Landkreises. Weiter forderte Butscher auf, sich verstärkt an den Übungsschießabenden der Kreisgruppe zu beteiligen.

Wildschweine sind in Gehegen gerne gesehen, in der Kulturlandschaft ein Problem, wenn sie sich stark vermehren.

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