10.01.2021 - 10:24 Uhr
PressathOberpfalz

Erste Pressather Krippenweg: Im Coronajahr vielleicht eine neue Tradition geboren

Der erste Krippenweg der Stadt Pressath mit 28 Stationen außerhalb der Pfarrkirche war ein Besuchermagnet. Nun, nach dem Dreikönigstag, werden die Krippen aus den Fenstern geräumt. Was bleibt, ist ein gutes Fazit.

Eine Krippenszene mit Stall und Tieren (selten: der Fuchs) vor der Pressather Stadtkulisse zeigte Richard Waldmann im Schaufenster der ehemaligen Metzgerei Fuchs.
von Redaktion ONETZProfil

Das Resümee über den Erfolg des ersten Pressather Krippenwegs fällt äußerst positiv aus. Auch der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer, ein Krippenliebhaber, der am 9. Dezember vor Ort war, drückte besonders seine Freude darüber aus, dass hier Weihnachten trotz der Corona-Beschränkungen, frei nach dem Motto „Wir lassen nichts ausfallen, sondern uns etwas einfallen“, würdig verkündigt wurde.

Weil heuer die Sternsinger an Dreikönig nicht durch die Straßen ziehen durften, hatten die Pressather noch einmal Gelegenheit, sich selbst auf den Weg zu begeben. Vor allem Familien mit Kindern besuchten die ausgestellten Krippen und Weihnachtsdarstellungen entlang der Straßen in der Stadt. Pfarrer Edmund Prechtl, der selbst begeisterter und versierter Krippengestalter ist, bezeichnete im Pfarrbrief den neugeschaffenen Krippenweg als „kleinen Ausgleich zur gewohnten Krippenausstellung.“ Außerhalb der Stadtmitte waren auch im Pressather Einkaufszentrum und in den Stadtteilen Burkhardsreuth mit großer Außenkrippe, Schwarzenbach, Weihersberg und in Zessau sehenswerte Exponate zu besichtigen.

Nun ist die Krippenschau zu Ende. Die Pressather Krippenenthusiasten, die ihre Werke üblicherweise im Pfarrsaal ausgestellt hatten, haben der Coronapandemie mit ihrer Idee ein Schnippchen geschlagen. Der Krippenweg war ein sehenswerter Rundgang durch die Verbildlichung der historischen Ereignisse um die Geburt Christi. Er ist auch ein Impuls für die Zukunft, weil er Abstand wahrt und distanziertes Betrachten ermöglicht, aber trotzdem Nähe und Zeit lässt zum Verinnerlichen. Und weil viele Geschäftsleute, Institutionen, das Rat- und das Pfarrhaus, die St.-Georgs-Kirche (Krippen und weihnachtlicher Schmuck) und Privatleute ihre Fenster zur Verfügung gestellt hatten, konnten liebevoll bis künstlerisch wertvoll oder kunsthandwerklich aussagekräftig gestaltete Einblicke in die Darstellungsphantasie des weihnachtlichen Geschehens gezeigt werden. "Es waren viele, die sich auf den Weg machten und staunende Blicke in die Krippenfenster warfen", wie auch der Initiator des Pressather Krippenwegs, Stadtrat und Kulturkreisvorsitzender Richard Waldmann berichtete. Das sei beste Voraussetzungen für eine Wiederholung und auch ein Dankeschön für die Mühen der Vor- und Nachbereitungen.

So könnte im Coronajahr 2020 eine Tradition geboren worden sein. In diesem Sinne ist auch das Bischofswort aus dem Dankschreiben an den Stadtpfarrer zu verstehen, das ein Vergelt's Gott allen, die sich engagiert haben, beinhaltet.

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Ein Beispiel der Serie plastischer Fenster-Bilder von der Verkündigung des Engels bis zu Sternsingern vor einem Wohnhaus war in der Raiffeisenbank, ausgeführt von Pfarrer Prechtl und Erhard Walberer, zu sehen. Im Bild die Ausgestaltung der Szene, wie Maria durch einen „Wald“ aus Rosen und Dornen geht.
Eine idyllisch anmutende, harmonisch umgesetzte Szene der Heiligen Familie in einem Kahn präsentierte das Schaufenster von Optik Schreml. Ein Beitrag des Stadtpfarrers.
In drei Schaufenstern des ehemaligen Blumenladens Heidi an der Bahnhofstraße reihten sich Baumscheibenkrippen von Friedrich Wolfgang, der auch im ehemaligen Getränkemarkt in der Reinwaldstraße vertreten war.

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