19.12.2019 - 11:27 Uhr
PressathOberpfalz

Musikschule im Vierstädtedreieck gibt Weihnachtskonzert der Extraklasse

Besinnlich und stimmungsvoll wie immer ist das traditionelle Weihnachtskonzert der Musikschule im Vierstädtedreieck Kirche St. Georg. Dennoch unterscheidet sich diese Veranstaltung in einer Sache von allen anderen – ganz gewaltig sogar.

Was die Musiker des Nachwuchs-Blasorchesters schon alles können, zeigen sie beim Weihnachtskonzert der Musikschule im Vierstädtedreieck.
von Autor ISProfil

In Bezug auf Musikauswahl und Qualität der Darbietungen erreichten die Musiker phänomenale Grenzen, die weit über das übliche Maß hinausgingen. Besonders das Blasorchester unter Leitung von Rene Bauer, das Geigen-Ensemble (Elvira Epler), das Nachwuchs-Blasorchester (Ulrike Dziwinski) und die Gesangssolistinnen Anne Dünzel und Luisa Gradl sowie Violinistin Luca Löwel setzten grandiose Akzente, ohne dabei die herausragenden Leistungen der übrigen Akteure zu schmälern. Alle Musiker verzauberten mit ihren Darbietungen.

Neben alten und neuen Advents- und Weihnachtsliedern aus aller Welt erklangen nach der Begrüßung durch Bürgermeister Werner Walberer auch Werke aus der klassischen Musik, die das Publikum auf das bevorstehende Weihnachtsfest einstimmten. Schon das Entrée des Blasorchesters mit dem „Granitrada“ von Bernaldo Ortsteen machte Appetit auf weitere Stücke. Diese leiteten die Nachwuchsspieler unter Leitung von Sigrun Eichmann mit einem Weihnachtsmedley ein. Die Jüngsten des Ensembles spielen seit etwa einem Jahr, und die „Großen“ seit circa vier Jahren.

Die Gitarrennachwuchsgruppe unter Valentin Wenzel schloss sich mit einer Ballade und „Jungel Bells“ an. Der Bläsernachwuchs (Ulrike Dziwinski) zeigten danach mit drei Stücken, dass sie auf einem sehr guten Weg sind. Beim „Andachtsjodler“ stellten sie auch ihre gesanglichen Talente unter Beweis.

Laura Hauser und Hanna Schmid, beide Querflöte, überzeugten mit dem „Andante aus dem Quartett A-Dur“ von Wolfgang Amadeus Mozart, ebenso wie die Veehharfen-Gruppe unter Leitung von Dziwinski mit den Weihnachtsweisen „Engel haben Himmelslieder“, „Ich steh an deiner Krippe hier“ und „Still, still, still“. Bei Max Regers „Mariä Wiegenlied“ zeigte Sängerin Anne Dünzel, begleitet von Musikschulleiter Joachim Steppert (Keyboard), ihr Können. Das tat danach auch Luisa Gradl, die „A Holy Night“ von Adolphe Adam sang. Auf der Orgelempore hatte sich das Volksmusik-Ensemble zum nächsten Ohrenschmaus postiert. Unter Leitung von Inge Dötsch spielten Musiker auf drei Zithern, einem Hackbrett und der Gitarre zunächst „Andante“ von Karl Edelmann und dann „S´kalte Wasser“ von Gottfried Hartl. Später brachten sie „Ländlerische Tänze“ von Wolfgang Amadeus Mozart zu Gehör. Tosenden Beifall erntete Violinistin Luca Löwel für ihr „Meditation aus der Oper“ Thais von Jules Massenet. Begleitet wurde die Künstlerin von Riita Michelson (Klavier).

Das Gitarren Ensemble unter der Führung von Valentin Wenzel hatte nach dem „Adagio Cantabile“ von Ludwig van Beethoven noch „Then Newborn Jesus“, „In Christmas Time” und “Feliz Navidad” drei bekannte Weihnachtslieder im Repertoire. Weihnachtlich waren auch die Beiträge des Klarinetten-Ensembles in der Besetzung Johanna Rubenbauer, Ann-Kathrin Burger, Lena Hecht, Hannah Meyer und Theresa Meyer. „Still o Himmel – still o Erden“, eine Volksweise aus Bayern, wurde vom „Andachtsjodler“, einer Volksweise aus Südtirol abgelöst. Die herausragenden Darbietungen wurden getoppt von „Sweet Bells Fantasy“ von Martin Scharnagl, gespielt vom Blasorchester und unter Leitung von Rene Bauer, sowie abschließend von den Szenen aus der „Nussknacker Suite“ von Peter Tschaikowsky, die vom Geigen-Ensemble mit dem Blasorchester vorgetragen wurden.

Nachdem der letzten Ton verklungen war, herrschte atemlose Stille. Dann setzte ein Beifallssturm ein, den das ehrwürdige Gotteshaus in Pressath schon lange nicht mehr erlebt hatte. Minutenlang applaudierten die Zuhörer, und erst nach einer Zugabe wurde es wieder ruhig. „So etwas haben wir noch nicht erlebt“, meinte eine begeisterte Besucherin. Grafenwöhrs Bürgermeister Edgar Knobloch brachte es auf den Punkt: "Schlechtes, stürmisches Wetter, aber ein super Konzert.“

Gut besucht ist das Konzert der Musikschule. Die Zuhörer sind begeistert.
Das Blasorchester mit dem Geigen-Ensemble unter Leitung von Rene Bauer (rechts) glänzen ebenfalls.
Luisa Gredl und Anne Dünzel zusammen mit ihrer Gesangslehrerin Uschi Steppert.

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