10.02.2020 - 09:15 Uhr
PressathOberpfalz

Neue Heimat für Helfer

In 128 ehrenamtlichen Arbeitsstunden verwandelten die Rotkreuzgruppen die frühere Hausmeisterwohnung des Feuerwehrhauses in zeitgemäße Schulungs-, Dienst- und Gemeinschaftsräume. Nun weihten sie diese offizielle in.

BRK-Bereitschaftsvorsitzender Thomas Rauch (Dritter von links) dankt Feuerwehrkommandanten Andreas Kneidl (links) für dessen Angebot an die Rotkreuzgruppen, die leer stehende Hausmeisterwohnung im Feuerwehrhaus zu nutzen. Mit im Bild sind (von rechts) Jugendbereitschaftssprecherin Lisa-Marie Bräu, BRK-Kreisgeschäftsführer Sandro Galitzdörfer, Stadtrat Bernhard Stangl. Zweite von links: Stadträtin Sabine Eichermüller.
von Bernhard PiegsaProfil

Bei einer Feierstunde am Freitagabend wurde die neue Heimat der Helfer nun offiziell eingeweiht – und damit zugleich auch das „Rettungszentrum Pressath“. „Schon seit November haben wir uns hier eingerichtet“, blickte Bereitschaftsleiter Thomas Rauch zurück. Bis auf Kleinigkeiten sei das neue Domizil der Rotkreuz-Bereitschaft, der Helfer vor Ort, der Wasserwacht und des Jugendrotkreuzes fertig: „Also gerade rechtzeitig zum Stadtjubiläum, das für uns mit allerlei dienstlichen Aufgaben verbunden sein wird. Dafür wollen und müssen wir uns in vielen Schulungs- und Einsatzplanungsstunde n intensiv vorbereiten.“ Der schon früher verlässlich funktionierende „kurze Dienstweg“ zwischen Rotem Kreuz und Feuerwehr werde sich künftig noch besser bewähren, war sich Rauch sicher.

Den „Synergieeffekt“, der sich aus der räumlichen Nähe von Rotem Kreuz und Feuerwehr ergeben werde, begrüßte Bürgermeister Werner Walberer und merkte an, dass Pressath mit diesem „Rettungszentrum“-Modell eine Vorreiterrolle im Kreis Neustadt einnehme. Die Anregung, in den verwaisten Wohnräumen ein Domizil für die Rettungsdienste des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) einzurichten, habe Feuerwehrkommandant Andreas Kneidl an ihn und Thomas Rauch herangetragen: „Auch der Stadtrat war von der Idee sehr angetan, und daraufhin haben Andreas, ich und Thomas alles Nötige in die Wege geleitet.“

Für die Stadt sei es Ehrensache, die Rotkreuzgruppen wie auch die Feuerwehren zu unterstützen, bekräftigte Walberer. „Ihr seid uns sehr viel wert, und eure Arbeit ist mit Geld nicht aufzuwiegen.“ Als „Haus des Ehrenamtes“ würdigte BRK-Kreisgeschäftsführer Sandro Galitzdörfer das nunmehrige Rettungszentrum und dankte den Stadtverantwortlichen für deren fraktionsübergreifende Rückendeckung. Auch er sei von Anfang an überzeugt gewesen: „Wenn unsere Gruppen in diese großzügigen Räume einziehen können, dann wäre das ein immenser Mehrwert für unsere Arbeit.“

Galitzdörfer verwies auf die positiven Erfahrungen mit dem anfangs nicht unumstrittenen gemeinsamen Dienstgebäude von BRK-Bereitschaft und Wasserwacht in Neustadt/WN. „In Pressath haben wir sogar alle ehrenamtlichen Rettungsdienste unter einem Dach, die sich sicher bestens ergänzen werden, wie das ja schon jetzt der Fall ist.“ Davon war auch Feuerwehrkommandant Andreas Kneidl überzeugt: „Wir wollen, müssen und werden zusammenhalten, und was hier entstanden ist, ist ein beispielgebendes Zukunftsmodell für den ganzen Landkreis.“

Eine 200-Euro-Spende aus dem Erlös der VierStädtedreieck-Ausbildungsmesse übergab SPD-Stadtrat Bernhard Stangl an Bereitschaftsleiter Rauch. Glückwünsche überbrachten auch zweiter Bürgermeister Max Schwärzer und weitere Stadtratsmitglieder, Vizekommandant Ralf Schupfner und Kreiswasserwachtvorsitzender Max Ferdinand Kreuzer. Gottes Segen für die Diensträume und alle Mitglieder der Hilfsdienste erbat Stadtpfarrer Edmund Prechtl. Den Helfern von BRK und Feuerwehr dankte er für deren zuverlässigen und beruhigenden Dienst: „Es ist gut zu wissen, dass man jederzeit auf eure schnelle und kompetente Hilfe zählen kann.“

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