12.11.2020 - 16:52 Uhr
PressathOberpfalz

Requiem für Bischöflich Geistlichen Rat Heribert Schmitt

Das Requiem findet an seiner früheren Kaplanstelle in der Pfarrei St. Georg in Pressath statt: Viele, die ihn auf seinem Lebensweg begleitet haben, nehmen am Mittwochnachmittag Abschied von Bischöflichem Geistlichen Rat Heribert Schmitt.

Dekan Thomas Jeschner aus Eschenbach erweist Heribert Schmitt bei der Beerdigung auf dem Friedhof in Pressath die letzte Ehre.
von Stefan NeidlProfil

Im Requiem, an dem Priesterkollegen, Angehörige, Freunde und Bekannte teilnahmen, warf Offizial Dr. Josef Ammer einen Blick zurück auf das Leben von Bischöflichem Geistlichen Rat Heribert Schmitt, der am vergangenen Freitag im Alter von 85 Jahren verstorben ist.

Geboren 1935 in Weiden, habe Schmitt bereits in jungen Jahren als Ministrant in der Pfarrei Herz Jesu Kontakt zu Gott gefunden, sagte Ammer: 1947 trat er der Marianischen Kongregation der studierenden Jungen bei. Nach seinem Abitur 1954 begann er das Theologiestudium auf eigenen Wunsch an der jesuitisch geprägten Fakultät Canisianum in Innsbruck.

Am 29. Juni 1960 weihte der Regensburger Bischof Michael Buchberger Heribert Schmitt zum Priester. Es folgten diverse Stationen als Kaplan, darunter in Pressath.

"Schmitt bewarb sich mehrmals um Pfarreien, doch sein Weg sollte anders verlaufen", erklärte Ammer dann. Am 6. September 1971 begann seine Laufbahn als Religionslehrer am Gymnasium Eschenbach. 1975 wechselte Schmitt an das Kepler-Gymnasium Weiden, wo er bis zu seiner Pensionierung 1998 tätig war.

Im März 1977 wurde der Priester zudem für vier Jahre Geistlicher Leiter der Marianischen Congregation (MC), bis 2002 blieb er Präses der Gruppe. Bischof Manfred Müller ernannte Heribert Schmitt an Weihnachten 1990 zum Bischöflichen Geistlichen Rat. Am 29. Juni 2020 gratulierte ihm Bischof Rudolf Voderholzer noch zu seinem 60-jährigen Priesterjubiläum.

Besonders in Erinnerung bleibt Schmitt, der seit März 2017 im Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Josef in Pressath lebte, in Friedersreuth: Dort feierte er zahlreiche Gottesdienste, dort errichtete er 2003 eine Kapelle.

Pressaths Pfarrer Edmund Prechtl nahm die Aussegnung des verstorbenen Priesterkollegen vor: "Was für andere ein mühseliger Schritt in das nächste Leben ist, war bei Schmitt ganz anders. Er lag da, schelmisch grinsend, wie man ihn kannte, auf dem Totenbett", sagte Prechtl. Er betonte aber auch, dass die letzten Lebensjahre hart für Schmitt waren, da er nicht mehr so konnte, wie er wollte.

Weidens Stadtpfarrer Gerhard Pausch erinnerte an Schmitts Leistungen für die Jugend und seine Geselligkeit: Gerne habe er mit seinem Wissen und Anekdoten unterhalten. Pausch erinnerte auch kleine Gesten wie das Verteilen von Schokolade am Nikolaustag oder eines selbstgebackenen Kuchens an die Gläubigen.

Nachruf auf Heribert Schmitt

Weiden in der Oberpfalz

Das Feiern der Gottesdienste sei Heribert Schmitt immer wichtig gewesen, "und da scheute er auch keinen noch so weiten Weg und trotzte auch mal dem Schnee", hob der Redner dann hervor.

1960, im Jahr der Priesterweihe, gab es einen Feldkongress, dessen Motto für den Weidener Stadtpfarrer den roten Faden in Schmitts Leben beschrieb: "Pro Mundi Vita - Für das Leben der Welt."

Im Anschluss an das Requiem wurde Bischöflicher Geistlicher Rat Heribert Schmitt im Priestergrab auf dem Pressather Friedhof zur letzten Ruhe gebettet.

"Da lacht einer, was anderen mühselig ist", berichtet Pfarrer Edmund Prechtl im Requiem von seinen Eindrücken bei der Aussegnung von Heribert Schmitt.
Dr. Josef Ammer wirft einen Blick zurück auf das Leben von Heribert Schmitt und würdigt seine Leistungen.
Pfarrer Gerhard Pausch beschreibt den roten Faden im Leben von Heribert Schmitt mit den Worten: "Pro Muni Vita - Für das Leben der Welt."
Zahlreiche Gläubige, Weggefährten und Vertreter der Kirche finden sich in der Kirche St. Georg ein, um Heribert Schmitt das letzte Geleit zu geben.
Zahlreiche Gläubige, Weggefährten und Vertreter der Kirche finden sich in der Kirche St. Georg ein, um Heribert Schmitt das letzte Geleit zu geben.

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