11.12.2019 - 10:47 Uhr
PressathOberpfalz

Riggauer Solarpark: Zwei Änderungen

Im Pressather Stadtrat ist erneut der geplante Solarpark in Riggau Thema. Viele Bürger haben nach wie vor Bedenken. Außerdem soll die Wasserversorgung des Dorfs neu gelegt werden.

Der Blick vom Wasserbehälter auf Riggau. Der Bau des Solarparks hinterhalb des Dorfes sorgt nach wie vor für Unmut.
von Stefan NeidlProfil

Die Pläne für den Solarpark in Riggau erhitzen nach wie vor die Gemüter. Nach der Sitzung im Oktober mit 43 Einwendungen von Bürgern und 18 Beteiligungen der Behörden wurden die Pläne aus Sicht der Stadt so weit wie nötig angepasst. Dennoch haben Behörden und Bürger weiter Einwände.

Landschaftsarchitekt Klaus-Peter Fels vom Landschaftsarchitekturbüro Rembold hatte die mühevolle Aufgabe, den Stadträten und den zahlreichen Zuhörern diese einzeln im Wortlaut vorzubringen. Aus Sicht der Planer wurden lediglich zwei Änderungen zur Oktobersitzung aufgenommen: Auf eine Beschwerde, dass das Landschaftsbild nachteilig verändert werde, versicherte der Betreiber, Hecken als Sichtschutz zum Dorf zu pflanzen. Manche Eigentümer hatten außerdem einen Wertverlust befürchtet, da der Solarpark um ihre Grundstücke herum errichtet werde. Hier zeichnet sich nun eine Lösung ab, da die Neue Energien West erwäge, deren "Inseln" gegen eine Entschädigung zu übernehmen. Eine Einspeisung in das Stromnetz sei problemlos möglich, versicherte Bürgermeister Werner Walberer. Zu den 37 übrigen Einwendungen, gibt es keine Änderung in den Plänen zum Oktober.

Die ursprünglichen Pläne, den Hochbehälter bei Riggau weiter zur Wasserversorgung der Haushalte zu nutzen, wurden verworfen. Bautechniker Michael Wagner vom Architekturbüro Schultes erklärte, dass die zuerst beschlossene Variante ein großes Rohr mit einem Wasservolumen von 80 Kubikmeter vorgesehen hätte, um im Notfall Löschwasser speisen zu können. Da dies im Normalfall nicht genutzt wird, ist eine regelmäßige wasser- und zeitaufwendige Spülung nötig. Stattdessen wird nun eine Versorgung Riggaus entlang der Zufahrtsstraße von Pressath her sichergestellt. Diese sei auch 200.000 Euro günstiger. Der Hochbehälter wird nur noch für die Löschwasserversorgung genutzt werden. Eine Berechnung der Gebühren erfolge erst mit dem Anschluss an das Wassernetz.

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