19.07.2020 - 12:10 Uhr
PressathOberpfalz

Schreinermeister Richard Bauer verstorben

Richard Bauer.
von Autor ISProfil

Nach schwerer Krankheit ist Schreinermeister Richard Bauer verstorben. Trotz seiner Erkrankung nahm er bis zuletzt an der Entwicklung der Schreinerei Bauer in Pressath teil und war besonders stolz darauf, dass das von seinem Vater im Jahr 1928 gegründete Lebenswerk in vierter Generation weitergeführt wird.

Die Wiege von Richard Bauer stand am 18. August 1932 in Pressath. Ein Großteil seiner Schulzeit während des Zweiten Weltkrieges war geprägt von Not und Entbehrungen. Nachdem zwei seiner drei älteren Brüder im Weltkrieg gefallen waren, oblag es ihm, die Schreinerei des Vaters weiterzuführen. So begann seine berufliche Laufbahn mit der Ausbildung zum Schreiner im elterlichen Betrieb. Durch die reichlichen Erfahrungen als Geselle war er bestens vorbereitet auf den Besuch der Meisterschule in Garmisch-Partenkirchen. Diese galt und gilt auch heute noch als eine der besten Meisterschulen für Schreiner in Bayern und in Deutschland.

Sich mit „nur guten“ Leistungen zufrieden zu geben, war nie die Art von Richard Bauer. Sein Lebensmotto war „Perfektion und Spitzenleistungen“. Mit dieser Intention legte er seine Meisterprüfung als einer der Besten seines Jahrganges ab. Und in diesem Sinne führte er fast 40 Jahre lang erfolgreich seine Schreinerei. Arbeiten aus dem Hause Bauer stehen nicht nur in ganz Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern. Über Jahrzehnte führte er aber nicht nur erfolgreich sein Unternehmen, sondern er war auch ein von den Lehrlingen gern gesehener Ausbilder bei Lehrgängen und Kursen für seine Berufssparte. Als Fachlehrer wirkte er in den Berufsschulen in Eschenbach und Weiden. Seine Schüler bescheinigten ihm immer wieder, dass er streng, aber gerecht war, und dass er ihre fachlichen Fertigkeiten und ihr Wissen erweitert hat.

2009 übergab Bauer sein Lebenswerk, die Schreinerei, dann an Sohn Georg. Dies bedeutete aber nicht, dass er sich aus dem Geschäft zurückzog. Vielmehr stand er seinem Nachfolger immer mit Rat und Tat zur Seite.

Einen Namen hat sich Bauer in Pressath auch als Musiker gemacht. Er spielte Akkordeon, Geige und Klarinette, war nach dem Krieg Gründungsmitglied des Musikvereins Pressath (Pressather Musikanten) und auch Lehrer an der Musikschule in Pressath. Den Pressather Vereinen war Richard Bauer immer sehr verbunden. So war er unter anderem auch Mitglied bei der Kolpingfamilie und beim TSV Pressath.

1963 heiratete zudem seine Maria, aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Durch die schwere Krankheit veränderte sich Bauers Leben später jedoch schlagartig. Die Beerdigung findet am Freitag, 24. Juli, statt.

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