23.11.2021 - 07:23 Uhr
PressathOberpfalz

Stadtrat Pressath diskutiert über Zuwendung für Gruppenleiter

Zwei Anträge des TSV Pressath beschäftigen den Stadtrat. Während der eine schnell abgehandelt ist, ist man uneins über eine Verdoppelung der Gruppenleiterzuwendung. Mangels der Vorlage der Rechtsgrundlage wird die Entscheidung vertagt.

Pressather Sportheim und Sportgelände.
von Stefan NeidlProfil

Der TSV Pressath hatte am 7. Dezember für 2021 einen Zuschuss für die Vereinsarbeit beantragt und zugesprochen bekommen. Wegen Corona konnten die geplanten Maßnahmen aber nicht durchgeführt werden. Damit der Zuschuss erhalten bleibt, musste der Stadtrat einer Verschiebung ins Jahr 2022 zustimmen, was dieser einstimmig tat.

Der Landkreis hat die Übungsleiterzuwendung für Sportvereine aktuell verdoppelt, um die Vereine in der Pandemie zu unterstützen. Zusätzlich zum Kreis hatte auch die Stadt Pressath die Vereine mit einem Zuschuss pro Übungsleiter gefördert. In welcher Höhe dies geschah, wurde in der Sitzung nicht deutlich.

Der TSV hatte nun einen Antrag, parallel zur Kreiszuwendung auch die städtische Förderung zu verdoppeln, gestellt. Bürgermeister Bernhard Stangl (SPD) wollte den Antrag ablehnen, denn Corona hatte auch die Stadtkasse hart getroffen. Sabine Eichermüller (SPD) erinnerte an einen Zeitungsbericht über die Jahreshauptversammlung des TSV, nach dem es dem Verein trotz Corona finanziell gut ginge: "Warum sollten wir den Zuschuss dann verdoppeln?" Andreas Reindl (CSU) hatte Verständnis für den TSV, schließlich hatte er so weit rechtlich möglich das Angebot für die Jugend aufrecht erhalten.

Wolfgang Graser (FW) konnte sich aber eine Verdoppelung nicht nur für den Antragssteller, sondern für alle Vereine mit ähnlichem Angebot vorstellen. Martin Schmidt (CSU) sah es ähnlich, wollte aber zwei gleich große erhöhte Fördertöpfe: einmal für die drei Sportvereine und einen für übrige Vereine.

Weil etwas Unverständnis über die Ausschüttung der Übungsleiterzuwendung herrschte, klärte Graser kurz auf: Die geleisteten Stunden würden an den Verein vergütet, das Geld stünde dem Übungsleiter selbst zu. Früher wurde nach Stunden berechnet, mittlerweile gebe es ein Punktesystem, das sich unter anderem nach Mitgliedern, geleisteten Stunden und Qualifikationen richtet.

Charlotte Hautmann (CSU) plädierte für eine Verdoppelung der Übungsleiterzuwendung auf Antrag für alle Vereine. Stangl scheute die hohen Kosten bei einer Verdoppelung für alle Vereine: "Wir haben 40 Vereine in Pressath. Was wenn nun alle Anträge stellen? Was ist wenn wir ablehnen?", fragte sie zurück.

Eckhard Bodner (FW) sah keine Veranlassung für eine Erhöhung durch die Stadt, da der Kreis ja schon erhöht habe. Dies führte Reindl, Franz Floth (SPD) und Graser zur Frage, wie die Gruppenleiterzuwendung einst beschlossen worden war: War man frei oder hatte man festgelegt, sich an dem Satz des Kreises zu orientieren? Denn dann wäre die Stadt an die Erhöhung des Kreises gebunden und müsste in gleichem Maße erhöhen.

Die Stadträte wollten die Satzung oder den einstigen Beschluss sehen wie und in welcher Höhe die Gruppenleiterzuwendung geregelt worden war. Obwohl der Punkt auf der Tagesordnung stand, konnte die Stadt Pressath die Art der Festlegung nicht erklären oder vorlegen. Der Stadtrat wollte so keinen Beschluss fassen und vertagte bis zur Ermittlung über die Regelung der Übungsleiterzuwendung die Entscheidung.

Verein kommt gut über die Runden

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