11.08.2020 - 12:33 Uhr
PressathOberpfalz

Wiederbelebungstraining jetzt computerunterstützt

Aus-, Fort- und Weiterbildung sind dem Roten Kreuz und der Wasserwacht lieb – und teuer. Deshalb ist Einfallsreichtum gefragt.

Spender haben es möglich gemacht:: Stellvertretend für alle Mitarbeiter der Rotkreuzbereitschaft und der Wasserwacht danken Sabine Wittmann, die Vorsitzende der Wasserwacht-Ortsgruppe Pressath, Bereitschaftsleiter Thomas Rauch sowie die „Helfer vor Ort“ Maximilian Fuchs (Bereitschaft) und Verena Wallner (Wasserwacht) für alle finanzielle Unterstützung zum Kauf einer neuartigen Reanimations-Übungspuppe.
von Bernhard PiegsaProfil

Auch die Ausbildung von Rettungsdienstmitarbeitern und Ersthelfern braucht von Zeit zu Zeit ein „Update“: Das betrifft nicht nur den Lehrstoff, sondern ebenso die Übungsgeräte. Doch die gibt es nicht umsonst: So kostet eine moderne Reanimations-Übungspuppe nicht weniger als 1500 Euro.

Um diese Ausgabe stemmen zu können, entschlossen sich Wasserwacht und Rotkreuz-Bereitschaft im Januar, einen Spendenaufruf auf der „Viele-schaffen-mehr“-Crowdfunding-Plattform der Volksbank-Raiffeisenbank Nordoberpfalz zu lancieren. Der „Hilferuf“ hatte Erfolg: Innerhalb der 90-tägigen Finanzierungsphase spendeten Förderer der Pressather „Rotkreuzler“ 752 Euro. Diesen Ertrag stockte die Bank um weitere 750 Euro auf.

Worin liegt nun der Nutzen der „Ambu-Wireless“-Übungspuppe, die jetzt in Dienst genommen werden konnte, nachdem das Bayerische Rote Kreuz (BRK) die Ausbildung mit coronabedingten "Kautelen" (Sicherheitsvorkehrungen, Anm. der Red.) wieder freigab? „Sie kann drahtlos mit einem PC verbunden werden, der Rhythmus, Drucktiefe und Qualität der Beatmung aufzeichnet“, erläuterte Bereitschaftsleiter Thomas Rauch. So könne ein optimales Ausbildungs- und Trainingsergebnis erzielt werden.

„Wir sind allen, die zu dieser Spendensumme beigetragen haben, und der Bank von Herzen dankbar“, betonte Rauch. Die Neuanschaffung erleichtere den Rettern schon jetzt, „uns in der Corona-Zeit, in der eine Ausbildung am Menschen nur erschwert mit Abstand möglich ist, auch weiterhin für Notfälle fit zu halten“.

Geplant sei gewesen, alle Spender in das BRK-Heim im Rettungszentrum Pressath einzuladen und ein kostenloses Wiederbelebungstraining an der von ihnen finanzierten Puppe anzubieten. „Der Coronavirus hat auch das vereitelt; es bleibt aber auf der Agenda und wird nach der Corona-Pandemie nachgeholt“, versprach Thomas Rauch.

Damit auch die Versorgung anderer Verletzungen an der Puppe geübt werden können, würden Rotkreuzbereitschaft und Wasserwacht zum jetzt vorhandenen Torso gerne noch passende Gliedmaßen (Arme und Beine) als Zubehör anschaffen. Diese kosten nochmals rund 500 Euro und müssen nun ausschließlich durch Spendengelder finanziert werden. Die Mitglieder der Wasserwacht und Bereitschaft Pressath bitten hierfür um Spenden auf das Konto IBAN DE09 7535 0000 0000 1008 75 des BRK-Kreisverbandes Weiden-Neustadt/WN, mit dem Verwendungszweck „Rea-Puppe BRK Pressath“. Für eine Spendenquittung bitte Adresse angeben.

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