Schnell zog die Künstlerin das Publikum in ihren Bann, zum einen durch ihre intensive Gitarrenbegleitung und die lockere und harmonische Unterstützung durch Quincy Phelps, der mit seinem sechssaitigen Bass Akzente setzte, aber vor allem durch ihre einprägsame Stimme.
Nachdem sie den Zuhörern von ihrer Kindheit in Plößberg erzählt hatte, immer draußen und mit anderen unterwegs, beklagte sie mit dem Song „Bad Machines“, dass der Handygeneration heute Natur-Erfahrungsmöglichkeiten weitgehend verloren gehen. Auf Deutsch sang sie ihren aktuellen Song, „Nicht in meinem Namen“, ein Lied, das Manipulation und Schüren von Angst gegen das Andersartige anklagt. Sie bezeichnete sich selbst als reichen Menschen, der in zwei Kulturen zu Hause sein darf. „Je bunter unser Umfeld, desto mehr können wir profitieren“, meinte sie. Das Lied „Hu“ - es bedeutet arabisch „Er“ - spiegelte ihre tiefe Gläubigkeit wider, es gibt nur einen Gott, meinte sie.
Dazwischen erzählte sie von einer Reise nach Mekka, wo sie, wie gefordert weiß-verschleiert, aber mit Blume in Haar, den Menschen aufs Gesicht ein Lächeln zauberte. Auch Erinnerungen an ihren Vater, der ihr beigebracht hatte, dass man seine Freiheit nicht draußen, sondern nur in sich drinnen findet, flossen ein. Das Konzert endete mit dem türkischen Schlaflied „Nenni“. Nach dem Konzert nahm sich die Künstlerin, die mit ihrem Mann und Manager in Nürnberg lebt, noch Zeit mit den Gästen zu plaudern. Es war ein intensiver Abend mit vielen Impulsen zum Nachdenken und Bereden.














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