19.11.2018 - 13:43 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Einfach fassungslos

Volkstrauertag in Pullenreuth, Lochau und Trevesen. "Die Toten sind nicht vergessen."

Ehrenwache am Ehrenmal für die gefallenen Soldaten.
von Autor GMAProfil

Der Volkstrauertag wurde auch in Pullenreuth, Lochau und Trevesen in würdiger Weise gestaltet. Wie im Vorjahr fand die Feierstunde mit Gottesdienst in Pullenreuth bereits am Samstag statt. Mit den Steinwaldmusikanten, Bürgermeister, Gemeinderat und den Vereinen mit Fahnen, bewegte sich der Kirchenzug zur Pfarrkirche St. Martin zum Gedenken für die Gefallene und Vermisste der beiden Weltkriege. Zur Feierstunde nach dem Gottesdienst sang zunächst die Chorgemeinschaft Pullenreuth/Lochau von F. Flemming „Über den Sternen wohnet Gottes Friede“, die Steinwaldmusikanten spielten den Choral „Frieden sei der Welt beschieden“.

Nach dem Gebet von Pfarrers Dr. Dr. Josef Waleszczuk kam Bürgermeister Hubert Kraus auf den diesjährigen Volkstrauertag zu sprechen und welcher eine Woche nach dem 100. Jahrestag des Endes des ersten Weltkrieges statt fand. Millionen Menschen ließen in diesen Völkerschlachten ihr Leben, die großen Kriegsgräberstätten in vielen Teilen Europas zeugen davon. Fassungslos angesichts des Leides der Menschen fragen wir uns, wie das geschehen konnte.

Die Toten waren nicht vergessen, im Gegenteil ihrer wurde gedacht, der Volkstrauertag selbst zeugt davon. Dieser wurde seit 1922, auf Vorschlag des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der 1919 gegründet worden war, begangen. Das mahnt uns heute, alle Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken, ihren Tod aber in einen historischen Kontext zu stellen und die Lektion der Geschichte zu lernen und zu lehren. Nur Versöhnung, Kooperation und Verständigung schaffen einen dauerhaften Frieden. Glücklicherweise durften wir diese Erfahrung in den letzten 70 Jahren, der längsten Friedensperiode in der europäischen Geschichte machen. Am Volkstrauertag schauen wir zurück auf die Schrecken des Krieges, aber auch voraus auf die Bewahrung von Frieden, Demokratie und Menschenrechten. Während sich die Fahnen als letzten Gruß senkten und Kränze niedergelegt wurden, sprach Vorsitzender Egid Nickl die Fürbitten. Mit Salutschüssen und dem Lied vom guten Kameraden durch die Steinwaldmusikanten, klang die erhebende Feierstunde aus.

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