07.10.2019 - 12:31 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Gemütliche Spinnstub'n-Zeit in der Glasschleif

Längst hat die „Spinnstub’n auf der Schleif“ ihre Freunde gefunden. Die gemütlichen Abende sind zu einer schönen Einrichtung geworden. Wie früher in den alten Bauernstuben darf man sich aufwärmen, basteln und miteinander ratschen.

In der "Spinnstub’n auf der Schleif" darf musiziert werden. Anfang des Jahres hatte Klaus Putzer aus Weihermühle sein Akkordeon mitgebracht, um am Kulturbuan aufzuspielen.
von Werner RoblProfil

Am Kaminofen sitzen und bei gedämpftem Licht sich über Winterbräuche und Kräuter austauschen oder alten Geschichten zuhören: In der Glasschleif wird die Tradition des Hutzagehens vom 9. Oktober bis 2. Februar - an jedem zweiten Mittwoch im Monat (von 17 bis 19.30 Uhr) - wieder lebendig. Dafür sorgt die Gesellschaft Steinwaldia, die sich zusammen mit verschiedenen Referentinnen der "Glasschleif-Spinnstub’n" angenommen hat.

Abgestimmt auf die einzelnen Themen gibt es dazu auch Leckereien - manchmal herzhaft, manchmal süß. Heißes Wasser wird gekocht, damit man dazu auch Kräutertees oder – wenn jemand möchte - einen kräftigen Punsch trinken kann. Für die Kinder gibt es was zu basteln. Auch für die Großen sei stets etwas dabei, informiert die Gesellschaft Steinwaldia. Auf dem Programm stehen fünf gemütliche Mittwochabende, bei denen Musik und Kerzenschein nicht fehlen dürfen. Eine kleine Termin-Ausnahme macht die Abschlussveranstaltung. Sie findet an Lichtmess statt, das nächstes Jahr auf einen Samstag fällt. Der Eintritt kostet jeweils fünf Euro. Die Beiträge für die verwendeten Materialien werden während der Veranstaltung in der Schleif eingesammelt.

Mit den Themen „Unterholz, alte Kinderspiele, Stricken und Kontrabass“ geht’s am 9. Oktober los. „Frauenkräuter, Naturkosmetik und Trommeln“ ist der Abend am 13. November überschrieben. Das Angebot ist auch für Männer geeignet, um ihren Frauen Herzkissen oder Lippenpflegestifte zu schenken. In den Mittelpunkt rücken am 11. Dezember das Räuchern, Spinnen, Stempeln und die Tuba. Während der adventlichen zweieinhalb Stunden wird auch Geschenkpapier aus Stoff hergestellt.

Nach Weihnachten, am 8. Januar, geht es bei „Knospen, Hölzer, Schnitzen und Zither“ um die Heilkraft der Bäume und wie sie uns bereichern. An Mariä Lichtmess, 2. Februar, wenn die Tage bereits wieder etwas länger und die Nächte nach und nach immer kürzer werden, rücken Senf und Meerrettich in den Blickpunkt. Es werden auch Körbe geflochten, mit denen die ersten Frühlingsboten eingesammelt werden können.

Die Spinnstub’n-Abende sind auch bei Männern beliebt. Dietmar Gärtner und Harald Primitz (von rechts) prüfen den Duft der Kräutersalben.

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