Wenigstens einmal im Jahr wolle man in der Glasschleif einen Seniorennachmittag anbieten, informiert Steinwaldia-Vorsitzender Norbert Reger am Kulturbuan. Der Arnoldsreuther hat seinen Gästen ein paar gemütliche Stunden versprochen.
In der "Glasschleif"-Küche werden derweil die Brotzeiten hergerichtet. Auch wenn das Speisekartenangebot überschaubar bleibt - es gibt Würstchen oder den beliebten "Glasschleif"-Teller - sind alle zufrieden. Auch ein frisch gebrühter Kaffee steht bereit. Bier und alkoholfreie Getränke gehören selbstverständlich auch dazu.
In den Mittelpunkt des Seniorennachmittages rücken einige Bilder aus dem Vereinsleben. Bereit liegt auch ein Fotoalbum, in das Aufnahmen von der Weißenstein-Sanierung 1997 bis 2000 eingeklebt sind und die der Vorsitzende erklärt. Gerne wird darin geblättert.
An der Leinwand zeigt Helmut Greger einen Film, der das "Heilige Grab" in der Pfarrkirche Sankt Laurentius in Egern im Tegernseer Tal beschreibt. Das Schmuckstück ist eine zehn Meter hohe, sechs Meter breite und acht Meter tiefe Holzkonstruktion mit daran befestigten Leinwänden. Bemalt habe diese der Münchener Kirchen- und Theatermaler Joseph Ignaz Schilling. "Das Egerner Modell ist eines der größten und prächtigsten Bayerns", fasst Norbert Reger das Gezeigte zusammen.
Das gleiche Thema - jedoch mit Blick auf Pullenreuth - rückt er auch im Anschluss daran ins Blickfeld. "2020 ist die Fertigstellung unseres Heiligen Grabes geplant", informiert der Vorsitzende. Garantieren könne man das zwar noch nicht. "Wir arbeiten daran", verspricht der Arnoldsreuther und sagt, dass man die Teile im Pullenreuther Weißsaal lagern könne. Von diesem "Heiligen Grab" in Pullenreuth erzählen auch anwesende Zeitzeugen. Man könne sich noch sehr gut daran erinnern, ergänzen einige Senioren.
Gezeigt wird auch ein Film, in dem der Naturpark Steinwald eine Hauptrolle spielt. Helmut Greger hat zudem aber noch ein weiteres Schmankerl und zwar in Form eines schwarz-weiß Streifens mitgebracht. Der fünfminütige Bericht erinnert an die private, gebührenpflichtige Mautstraße bei Lochau, die vor mehr als fünf Jahrzehnten zu einem Gesprächsthema im Steinwald geworden und auch beim Bayerischen Rundfunk nicht ungehört geblieben war. 50 Pfennige habe die Durchfahrt damals gekostet. An Ort und Stelle wurde abkassiert, dann erst wurde die Schranke geöffnet, wird im Film erzählt. Wer nicht bezahlen wollte, musste einen kleinen Umweg machen.















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.