Dem Führungsgremium der Jagdgenossenschaft gehören weiterhin Anton Dötterl als Jagdvorsteher, sein Stellvertreter Wolfgang Brunner, die Beisitzer Gerhard Popp und Bernhard Schmid, Kassier Markus Schmid sowie Schriftführer Reinhard Raps an. Kassenprüfer bleiben weiterhin Rudolf Braun und Bernhard Pocker.
Dötterl zeichnete ein düsteres Bild von extremen Wildschweinschäden. Bei Punreuth wühlten sie drei Hektar Wiese um, bei Günzlas musste eine Drohne eingesetzt werden, um einen Überblick zu gewinnen. 600 Euro zahlten die Jagdpächter Josef Dötterl, Christian Scherm und Michael Schreyer für den Kauf von Wiesensaatgut, das die Landwirte selbst eingesät haben. Der Anstieg bei den Wiesenschäden veranlasste die Gemeinschaft dazu, im Herbst Ausschau nach geeignetem Gerät oder Dienstleistern für die Wiederherstellung der Grünflächen zu machen. Für das Einebnen der aufgewühlten Flächen bleibt laut Dötterl im Frühjahr nur ein kleines Zeitfenster. Das mache es schwer, Auftragnehmer zu finden.
Das neue forstliche Gutachten lasse einen Anstieg beim Wildverbiss erkennen. Hauptbaum sei die Fichte. Auch Weichhölzer und Kiefer seien betroffen, informierte der Vorsteher. Ob die Abschusszahlen erhöht werden, stehe noch nicht fest. Keine öffentliche Aussage wollte Dötterl zum Wolf treffen. Zu viel wäre zu sagen. Mit seinem Hinweis auf die Freude der Vorfahren, 1882 den letzten Wolf geschossen zu haben, ließ er die Position der Jagdgenossenschaft erkennen. Ob der Wolf zwischenzeitlich zurück ist, sei offen. Zumindest sei ein Tier in den vergangenen Wochen im Gemeindebereich Immenreuth gesichtet worden. Seine Spur führte von Ahornberg über Haid am Forst zur Ramlesbrücke bei Haidenaab.
"Die Kasse ist im sauberen Zustand", bescheinigten Rudolf Braun und Bernhard Pocker dem Schatzmeister Markus Schmid. In seine Kasse fließt wieder der Jagdpachtschilling für den Wegebau. Dritter Bürgermeister Eberhard Besold bedankte sich hier nicht nur für die instand gehaltenen Flur- und Waldwege, sondern auch für die Sauberkeit im Revier. Natur- und Umweltschutz sah er darin als ein großes Anliegen der Jagdpächter. "Leider wird im Wald viel entsorgt", bedauerte er und schilderte die Situation in anderen Revieren.
"Die Wildschäden haben sich einigermaßen in Grenzen gehalten", beruhigte Josef Dötterl für die Jagdpächter. Zehn seien auf der Strecke geblieben. Er zeichnete ein Bild von einem Katz- und Mausspiel mit dem Borstenvieh, das ständig an anderer Stelle auftrete. Bedauerlich sei der Verlust von drei Rehkitzen bei Mäharbeiten. Vier konnten zur Wiesenmahd gefunden werden, führte der Redner aus.
Zur Jagdstrecke des abgelaufenen Jagdjahres gehörten ein Rotwild, ein Sikahirsch, zehn Füchse, drei Dachse, sechs Marder und zwei von Autos überfahrene Hasen. Einen dringenden Appell richtete der Jagdpächter an einen Waldbesitzer. Ein Maschendrahtzaun neben dem Schlepplift des Skihangs Tannenberg müsse entfernt werden. Der Eigentümer sei darauf immer wieder hingewiesen worden. Dötterl wolle nicht wieder als "Bambimörder" tituliert werden, wenn er ein Reh erschießen müsse, das mit Beinbruch im Zaun hängen geblieben sei.













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