Kirchweihumzug zum 20. Mal – da ließen sich die Jugendfeuerwehr und die, die einmal dabei waren, nicht vom Wetter davon abbringen, durch Döberein, Punreuth, Günzlas, Katzenöd und Plößberg mit ihrem Kirwawagen zu ziehen und gute Laune zu verbreiten. Den Anstoß für dieses Gaudium gab vor zwei Jahrzehnten Martin Raß. Aus Kulmain hatte er es mitgebracht. Und so waren auch die damaligen Akteure Adrian und Tanja Scheitler, Doris Raß sowie Andreas und Monika Prechtl beim Jubiläumsumzug mit dabei. Ebenso die Spendendose für die Jugendfeuerwehr.
Bereits ab 9 Uhr lief Musik aus der Konserve. Ein Weißwurstfrühstück, eine Leberkäsbrotzeit sowie Kaffee und Kuchen gab es zur Stärkung unterwegs. In den Pausen erinnerte man sich gerne an frühere Zeiten, tauschte Bilder aus. In bester Erinnerung blieben dabei die Besuche beim verstorbenen Bürgermeister Peter Merkl in der Gabellohe als letzte Station der Umzüge. Dort erklangen auch der Ruf „Wer hat Kirwa, wer hat Durst?“ und die dazugehörige Antwort „Wir!“.
Im Vergleich zu früher haben sich die Kirchweihumzüge ihrer Zeit angepasst. So bleibt eine Geschichte aus der Zeit in Erinnerung, in der noch Musikanten mit ihren Instrumenten von Haus zu Haus zogen. Statt Traktor mit Kirchweihwagen begleitete die Kirwa-Gesellschaft auch einmal eine Ziege, die Körbe an beiden Seiten trug. Darin wurden die gespendeten „Kaichla“ und „Kirwakaouchn“ gesammelt. Ein langer Marsch an einem heißen Tag war es, als die Gruppe den Flötzbach nördlich der Zweifelau queren wollte. Die Ziege weigerte sich vehement, über den damaligen schmalen Holzsteg zu gehen. Sie zog den Weg durch die daneben befindliche Furt vor. Allerdings hatte es ihr das kühle Wasser sehr angetan. Sie nahm ein Bad – mit der Folge, dass die „Kaichla“ und „Kirwakaouchn“ davonschwammen. Und wie einer der Musikanten erzählte, hatten alle anschließend nasse Füße vom Einsammeln des „Treibguts“.














Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.