Die Afrikanische Schweinepest wird kommen, war die Jagdgenossenschaft bei ihrer Versammlung sicher. Die Frage sei nur, wann. Luchs und Wolf seien schon da, sie hätten gerissene Tiere hinterlassen. Ein Wolf wurde fast von einem Auto überfahren, wurde berichtet.
Zur Versammlung im Plößberger Feuerwehrgerätehaus hieß Jagdvorsteher Anton Dötterl besonders Dritten Bürgermeister Eberhard Besold, Karlheinz Strößner vom Forstbetrieb Fichtelberg sowie die Jagdpächter Josef Dötterl, Michael Schreyer und Christian Scherm willkommen. Ein ehrendes Gedenken galt verstorbenen Jagdgenossen Ludwig Ritter.
Vom bunten Treiben der Wildschweine im Jagdrevier berichtete Anton Dötterl. Für die Beseitigung ihrer Wühlschäden auf Wiesen mussten bereits im März vergangenen Jahres zwei Sack Grassamen gekauft werden. Sechs Monate später hausten die Schweine erneut auf einer großen Grünfläche. Im September kam es zum Totalausfall eines Maisfeldes von einem Tagwerk. Um die Aktivitäten der Schwarzkittel besser im Blick zu behalten, schaffte Jagdpächter Michael Schreyer vier Wildkameras mit Handyverknüpfung an. Die Jagdgenossenschaft lehnte den Ankauf einer Maschine zur Beseitigung der Schäden in Zusammenarbeit mit anderen Jagdgenossenschaften jedoch ab.
Jagdvorsteher Anton Dötterl informierte weiter über den Erörterungstermin beim Verwaltungsgericht Regensburg. Gegen die festgelegten Rotwildabschusspläne erhob die Forst Ebnath AG Einspruch. Eine höhere Abschusszahl für Hirsche wurde bei einem Anhörungstermin erreicht, das Verfahren im September eingestellt.
Vier Rehkitze fielen den Mäharbeiten im vergangenen Jahr zum Opfer. Um diese künftig zu vermeiden, steht nunmehr eine Drohne zur Rehkitzrettung zur Verfügung. Ein bis zwei Tage vor der Mahd sollen die Jagdpächter über die bevorstehenden Arbeiten informiert werden.
Auf Beschluss der anwesenden Mitglieder wird der Jagdpachtschilling für den Wegebau zurückgelegt. Auf Anfrage teilte die Gemeinde den geplanten Abriss der Vollmerbrücke über die Eisenbahn mit. Vorgesehen ist, die Arbeiten im Juni oder Juli auszuführen. Schriftführer Reinhard Raps wurde zum Datenschutzbeauftragten gewählt.
Der Abschussplan von Rehwild wurde erfüllt, berichtete Jagdpächter Josef Dötterl. Neun Rehe zählte er als Fallwild. Zusätzlich wurden Rotwild, Sauen, Füchse, Dachse, Marder, Graureiher, Eichelhäher, Elstern und Krähen erlegt. Ein Hase wurde Opfer des Straßenverkehrs.












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