Ragenwies bei Moosbach
22.03.2026 - 10:45 Uhr

Michael Balk aus Ragenwies mit 88 Jahren verstorben

Harte Arbeit prägte das Leben von Michael Balk. Von gesundheitlichen Rückschlägen in den vergangenen Jahren ließ sich der Landwirt und Holzarbeiter aus Ragenwies nicht unterkriegen. Nun ist der „Stefferl Michl“ mit 88 Jahren verstorben.

Die Urne von Michael Balk wurde im Familiengrab im Friedhof in Moosbach beigesetzt. Archivbild: gi
Die Urne von Michael Balk wurde im Familiengrab im Friedhof in Moosbach beigesetzt.

„Das Leben ist eine Reise, die heimwärts führt“, sagte Pfarrer Udo Klösel beim Requiem für Michael Balk aus Ragenwies in der Pfarrkirche Moosbach. Auf dieser seiner letzten Reise mag ihm gerade auch der Erzengel Michael, der Patron der Ragenwieser Kapelle und sein Namenspatron, der auch der Patron der Sterbenden ist, ein himmlischer Beistand und Wegbegleiter gewesen sein. Der Geistliche blickte zurück auf das Leben des Verstorbenen.

Das Licht der Welt erblickte er am 23. September 1937 in Ragenwies als jüngstes von drei Kindern der Landwirtseheleute Johann und Maria Balk, geborene Kappl. Mit seinen Geschwistern Maria und Josef wuchs Michael Balk auf dem elterlichen Anwesen auf. Nach der Schulzeit in Tröbes arbeitete er mit auf dem elterlichen Hof. Diesen führte er nach dem Tod des Vaters am 8. Dezember 1954 zunächst mit der Mutter weiter und übernahm ihn dann später. Daneben arbeitete er im Sägewerk und in der Holzwollfabrik Reindl in Eslarn.

1958 heiratete er Karolina Zimmermann aus Eslarn. Die drei Kinder Josef, Monika und Michael wurden ihnen geschenkt. Inzwischen sind zur Familie sechs Enkelkinder und sechs Urenkel hinzugekommen. Aus gesundheitlichen Gründen gab Michael Balk zwar die Landwirtschaft auf, er ging aber weiter gern in den Wald zur Holzarbeit.

Große gesundheitliche Probleme begannen im August 2022. Aufgrund einer Blutvergiftung mussten seine künstlichen Gelenke in Knie und Hüfte entfernt und nach der Genesung erneuert werden. Lange Zeit musste er ins Krankenhaus und auf Reha; in dieser Zeit war er auch auf den Rollstuhl angewiesen. Doch er ließ sich nicht unterkriegen und wollte wieder gesund werden. Vor allem wollte er mit dem Auto fahren, um wieder zum geliebten Frühschoppen zu kommen. Dies hatte er geschafft.

Schwer traf ihn der Tod seiner Ehefrau vor fast genau einem Jahr. Gern saß er jetzt noch auf dem Bankerl vor dem Haus und genoss den Blick auf die Ragenwieser Kapelle. Anfang September verfolgte er von seinem Bankerl aus noch den Festgottesdienst und das Gründungfest der neuen Pfarreiengemeinschaft Eslarn-Moosbach mit. Im Dezember musste Michael Balk wieder ins Krankenhaus. Nach vier Wochen durfte er noch mal heim, ehe am Aschermittwoch ein erneuter Krankenhausaufenthalt folgte. Schließlich schlief er am 10. März gegen Abend friedlich auf der Palliativstation in Weiden mit 88 Jahren ein.

Musikalisch begleiteten der Kirchenchor Eslarn und an der Orgel Chorleiterin Martina Brenner das Requiem. Anschließend wurde zum Friedhof gezogen, wo Pfarrer Klösel für ihn betete. Neben den Angehörigen gaben viele Leute dem „Stefferl Michl“, wie er beim Hausnamen genannt wurde, die letzte Ehre. Am Friedhof spielten Hermann Ach und Hans Prem, Tröbes, auf der Trompete das Lied „Näher mein Gott zu Dir“ und am Schluss das Feierabendlied. Die Urne wurde im Familiengrab beigesetzt.

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