Ranna bei Auerbach
26.06.2018 - 10:20 Uhr

„Brückenkopf in die Welt“

Eine neue Ortschronik holt die historische Bedeutung von Ranna ins Bewusstsein zurück.

Auf die Vorstellung der Chronik und die Ausstellung im Feuerwehrhaus stoßen  (von links) Wolfgang Meiler, Landrat Richard Reisinger, Bürgermeister Joachim Neuß, Fabian Schwemmer, Daniel Winter, Sebastian Schwemmer  und Stefan Egerer an. wku
Auf die Vorstellung der Chronik und die Ausstellung im Feuerwehrhaus stoßen (von links) Wolfgang Meiler, Landrat Richard Reisinger, Bürgermeister Joachim Neuß, Fabian Schwemmer, Daniel Winter, Sebastian Schwemmer und Stefan Egerer an.

(wku) Dass Ranna eine außergewöhnliche Ortschaft ist, wurde bei der Vorstellung der Chronik am Lindenfest deutlich. Zum 200-jährigen Jubiläum der ehemaligen Gemeinde Ranna erschien ein Büchlein, das während einer kleinen Ausstellung im Feuerwehrhaus vorgestellt wurde. Die Besucher staunten über die wirtschaftliche Bedeutung des Orts.

So gab es einen Metallhammer mit Bronzefabrik und Aluminiumwerk. Dadurch kam Ranna auch zu einem Bahnhof. Er entwickelte sich zu einer wichtigen Verladestation für Gütertransporte (Eisenerz, Ocker, Holz) und einen Haltepunkt für den Personenverkehr. Eine Wellpappenfabrik, eine zweiklassige Schule, ein Wirtshaus, eine Kegelbahn und ein Kolonialwarengeschäft gab es auch.

Die Ortschaften Rauhenstein, Rußhütte, Hungerhof, Lehnershof und Pechhof gehörten zur Gemeinde Ranna und finden sich deshalb mit vielen Bildern in der Chronik wieder. Genauso natürlich die Kapelle St. Magdalena, die heuer ihr 275-jähriges Bestehen feiert.

Feuerwehrkommandant Stefan Egerer war sehr froh, dass die Chronik gerade noch rechtzeitig zum Lindenfest geliefert wurde. Er dankte dem Auerbacher Stadtarchivaren Hans-Jürgen Kugler und Doris Bundscherer für die Unterstützung und die Bereitstellung der Akten.

Bürgermeister Joachim Neuß bezeichnete Ranna als „Brückenkopf in die Welt“. Seine Lokalbahn sei die erfolgreichste in ganz Bayern gewesen, über die das Eisenerz aus Auerbach transportiert wurde. Seit 110 Jahren liefere Ranna Trinkwasser nach Nürnberg, seit 37 Jahren auch nach Auerbach. Das Gesellschaftsleben funktioniere sehr gut, erkannte Neuß am Magdalenenfest, dem Lindenfest und der Kirchweih.

Landrat Richard Reisinger fand das Engagement der Verfasser der Chronik anerkennenswert und versprach eine Spende an die Feuerwehr. Sebastian Schwemmer berichtete, dass einige Nachtschichten nötig waren, um alles rechtzeitig fertig zu bekommen. Er dankte Ute Zinner und Clarissa Egerer, die die neun Informationstafeln gestaltet haben.

Die Chronik umfasst 60 Seiten und ist mit vielen Bildern und alten Postkarten ansprechend illustriert. 500 Stück wurden gedruckt. Die Druckkosten übernahm die Stadt Auerbach. Zu beziehen ist das Buch über die Feuerwehr Ranna.





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