Die Kirwa im Dorf bringt die Leute zusammen, sagt ein alter Ransbacher Spruch. Der mit weiß-blauen Bändern geschmückte Kirwabaum war der nicht zu übersehende Wegweiser im Dorf zum Kirwaplatz. Unter den drei knorrigen Ransbacher Lindenbäumen war dort am vergangenen Wochenende zur Dorfkirchweih geladen. Ausgiebig gefeiert und ausgetanzt wurde das Kirwa-Wahrzeichen nur ein paar Baumlängen weiter beim Feststodl, dessen Areal auch heuer wieder die Familie Dieter Winter großzügig zu Verfügung gestellt hat.
Die Dorfgemeinschaft hatte dort unter den ausladenden Lindenbäumen ihren Kirwa-Biergarten eingerichtet, um allen ein schattiges Plätzchen zu bieten, denn auch im Dorf hatte sich das Thermometer bei 37 Grad im Schatten eingependelt. Dort drehte sich das weltliche Kirchweihgeschehen der Dorfgemeinschaft und zu Ehren der romanischen Kirche St. Peter. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist eine Filialkirche der Pfarrei Utzenhofen.
Es war heuer bereits das dritte Mal, dass sich rund um den historischen Fachwerk-Stodl das Ransbacher Kirwaradl gedreht hat. Der Sonntag begann man mit einem Gottesdienst in der Filialkirche St. Peter. Und wie auch schon im Vorjahr hatte, die Dorfgemeinschaft den Frühschoppen und das Baumaustanzen unter die schattenspendenden Lindenbäume verlagert.
Zu flotten Kirwa-Tänzen mit Polkas, Drehern und dem Austanzwalzer spielten die Roum-Boum auf, die schon lange einen guten Ruf als Dorfmusikanten haben. Wohl eher rein zufällig setze die Musik aus, als Lena Geitner und Stefan Federl den Kirwa-Strauß in Händen hielten. Dem neuen Oberkirchweihpaar obliegt es dann, sich im nächsten Jahr um die Mit-Organisation der Kirwa von der ersten Reihe aus zu kümmern.
Beim Schnoderhüpfl-Singen wurde so manche Moritat vorgetragen, wer im Dorf was angestellt hat. Im Dreizeiler verpackt hat man den misslungenen Tankversuch nachgestellt und die Gespenster-Geschichte vom ächzenden Kühlwagen-Geist aufgewärmt, der in der Kirwa-Woche einen Nachbarn um den Schlaf gebracht hatte.
Bei der Verlosung des Kirwabaumes hatte Tamina Burkert aus Ransbach den Glückstreffer. Doch mit nach Hause nehmen werden die Kirwa-Fichte die Kirwa-Gemeinschaft Litzlohe bei Pilsach in den Landkreis Neumarkt. Ob daraus Brennholz wird, oder Dachlatten geschnitten werden, ist noch nicht entschieden.














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