Der größte Schatz einer Kommune ist die Gewinnung sauberen Trinkwassers. Deshalb zählt jeder Tropfen. Noch dazu, wenn der Trinkwasserverbrauch, vor allem in den trockenen und heißen Sommermonaten, stetig steigt. Die Stadt Vohenstrauß betreibt drei Tiefbrunnen im Wassergewinnungsgebiet Neumühle. Während die Tiefbrunnen III zuletzt im Jahr 2010 und der Tiefbrunnen VI im Jahr 2016 eine ausführliche Regenerierung erhielten, liegt diese beim Brunnen I schon fast 15 Jahre zurück. Deshalb war es nun an der Zeit auch bei diesem Brunnen eine Überholung durchführen zu lassen. Dieser Brunnen wurde, laut Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, als erster im Wassergewinnungsgebiet Neumühle im Jahr 1964 gebaut. Die drei Tiefbrunnen sichern eine jährliche Entnahmemenge von 88 000 Kubikmeter bestes Trinkwasser. Davon entfallen auf den Brunnen I 38 000 Kubikmeter und auf die beiden anderen jeweils 25 000 Kubikmeter, informierte das Stadtoberhaupt.
Nachdem die Leistung des Brunnens in der Vergangenheit zusehends schwächer wurde, veranlasste das Wasserwerk der Stadt Vohenstrauß im März dieses Jahres eine ausführliche Untersuchung mittels Kamera.
Tiefbrunnen bei Neumühle: Regenerierung notwendig
Dabei wurde festgestellt, dass im Filterrohr des auf 43 Meter Tiefe ausgebauten Brunnens ein großer Teil der Filterschlitze teilweise geschlossen sind. Bei der nun anstehenden Regenerierung des Brunnens durch Mitarbeiter der Firma Aquaplus Brunnensanierung H. Munding GmbH & Co.KG aus Kronach, die nach Angebotseinholung durch die Stadt den Zuschlag erhielt, wird die Ergiebigkeit durch die Leitungsmessung festgestellt. Danach erfolgte die Demontage des Brunnenkopfs mit Ausbau der werkseigenen U-Pumpe und Steigleitung und die mechanische Regenerierung mit dem Druckwellenimpulsverfahren. Dabei werden die gelösten Ablagerungen laufend zur Erdoberfläche ausgepumpt. Anschließend erfolgt die Intensiventnahme aus der Filterstrecke zur Lösung aus dem Filterkies und nochmaliges Auspumpen von Auflandungen. Zur Überprüfung erfolgt eine erneute Kurzzeit-Leistungsmessung. Nach der Regenerierung wird der Brunnen durch eine abschließende TV-Untersuchung in Augenschein genommen. Als letzte Maßnahme wird auch der Brunnenschacht gereinigt und die gummiummantelte Steigleitung sowie die werkseigene Pumpe wieder eingebaut. Die Kosten für die Regenerierung inklusive der Eigenleistung durch das städtische Wasserwerk belaufen sich auf rund 10 000 Euro, berichtete Bürgermeister Wutzlhofer. Bis Donnerstagabend sollten die Arbeiten, laut der Mitarbeiter, beendet sein.














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