"Es geht um das Suchen zwischen Nähe und Distanz." DEZ-Geschäftsführer Thomas Zink springt gerne ein, wenn es um die tiefere Ergründung der oberflächlich gesehen so schlicht und einfach erfreulichen Bilder geht. "Die Botschaft der Bilder wird wahlweise durch Heranzoomen betont oder durch Unschärfe verklärt, verwischt, aufgelöst ...", so der Ansatz. Zwar fährt das DEZ seine Linie fort, die Laufkundschaft Kunst an heranzuführen. Dass Hemmschwellen abgebaut werden, ist bei dieser Schau aber nur ein "Aspekt". Das traditionelle Format "Aspekte", das im DEZ regelmäßig Künstler aus der Region präsentiert, widmet sich diesmal erklärtermaßen seinem aktuellen Titel "From a Distance".
Eigentlich geht es dabei um den Standpunkt der Betrachtung, erfährt der Betrachter bei näherer Auseinandersetzung mit dem Begleittext zur Schau. Und der führt bei den aktuell gezeigten Werken zu einer abstrakten Auseinandersetzung mit den jeweiligen Themen. Die Sujets werden "verklärt, verwischt, aufgelöst".
Heiko Herrmann etwa komponiert seine pulsierenden Bilder aus einem Konvolut aus Form- und Farbteilen. Auch Annegret Hoch arbeitet lediglich mit Formen und Strukturen, die sie im Lauf der Zeit auf individuelle und unverkennbar dynamische Weise entwickelt hat. Von der Landschaftsmalerei inspiriert zeigt sich Franz Stanislaus Mrkvicka. Dieser Ausgangspunkt entwickelt sich bei ihm zu "Streifenbildern" aus übereinandergelegten Malschichten. Luise Ramsauer dagegen löst die visuellen Erscheinungen gezielt aus dem Naturbild heraus. In ihren teils leichten, teils schwer expressiven Bildern geht es um die kleinen Dinge und um die Existenz eines großen Ganzen.
Großformatige abstrakte Malereien in einer für ihn typischen Formsprache steuert Heiner Riepl für die Ausstellung bei. Er setzt verschiedene Farbräume als Schichten übereinander. Auch Elke Zauner will "den Raum begreiflich machen", indem sie Farben übereinander legt. Flächen und Linien sollen dem Betrachter perspektivisch entgegenkommen und somit in den realen Raum drängen, so das Anliegen der Malerin. Nahe an der Wirklichkeit ist Johann Sturcz. In seinen Bildern greift er gefundene "Bildmaterialien" auf. Dazu gehören auch Tätigkeiten wie bellen, schneiden oder flattern, die er in organische Formen übersetzt.
In der aktuellen "Aspekte"-Ausstellung hängen all diese Arbeiten in einer stimmigen Harmonie beisammen. Die gemeinsame Tendenz zur Farbe und zur Abstraktion baut Distanzen zwischen den einzelnen Bildern ab. In Folge ihrer distanzierte Haltung zum Bildgegenstand aber bescheren alle Künstler dem Betrachter vor allem eines: eine farbenfrohe Ausstellung, die Spaß macht.
Die Ausstellung "Aspekte - from a Distance" läuft bis Samstag, 26. Mai, zu den Geschäftszeiten im Donau-Einkaufszentrum: Montag bis Samstag, 9.30 bis 20 Uhr.













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