17.05.2018 - 22:14 Uhr
RegensburgOberpfalz

189. Regensburger Diözesanwallfahrt "Pilgern macht den Kopf frei"

Die größte Fußwallfahrt in Deutschland: Am Donnerstag brechen Tausende Pilger von Regensburg in Richtung Altötting auf. Es gab schon angenehmere Wallfahrten.

Bei starkem Regen zogen am Donnerstag Tausende Pilger Richtung Altötting. Die größte deutsche Fußwallfahrt führt von Regensburg aus in den 111 Kilometer entfernten Marienwallfahrtsort. Unterwegs schließen sich immer wieder Pilger dem kilometerlangen Zug an. Bild: Peter Kneffel/dpa
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3500 bis 4000 Pilger sind am Donnerstagmorgen zur Diözesanfußwallfahrt zu Unserer Lieben Frau nach Altötting aufgebrochen. Rund 8000 Pilger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden am Pfingstsamstag im Marienwallfahrtsort erwartet. Bischof Rudolf Voderholzer erteilte den Wallfahrern beim Abmarsch seinen Segen. Er begleitete den mehrere hundert Meter langen Pilgerzug die erste Etappe über 38 Kilometer bis nach Mengkofen. "Ohne Kreuz geht es nicht!", so lautet das diesjährige Motto.

Für ihn sei der Termin keine Pflicht, sondern große geistliche Erfahrung, erklärte der Bischof. Die Krönung sei für ihn die Eucharistiefeier in der Basilika St. Anna in Altötting. Die Pilger bitten auf der gesamten Fußwallfahrt um Fürsprache der Gottesmutter für ihre Anliegen. "Jeder hat andere Anliegen", sagte Pilger Franz Rosner aus Flossenbürg (Kreis Neustadt/WN. "Wer einmal gespürt hat, was das Pilgern bringt, der ist immer wieder dabei, der vibriere schon, wenn die Zeit gekommen ist." Er selbst geht zum 30. Mal mit. "Man wird im Kopf frei und man hat ganz andere Gedanken als das ganze restliche Jahr über", sagte er.

Rosner bewältigte schon den Jakobsweg nach Santiago de Compostella. Beim Pilgern seien angemessene Kleidung und gutes Schuhwerk die Voraussetzung. Vor Beginn der Wallfahrt sei es unerlässlich, die Füße gut einzucremen und die Hornhaut zu entfernen. "Ich habe festgestellt, dass man nur dort Blasen bekommt, wo Hornhaut ist."

Die Füße des Bischofs werden nicht ganz so stark in Anspruch genommen. "Ich würde gerne die ganze Strecke mitgehen", sagte Voderholzer. Er stößt aber erst am Freitagabend in Massing wieder zum Pilgerzug, der dann um 3 Uhr zur letzten Etappe über 23 Kilometern aufbricht. Die Pilger werden von 30 Ordnern, sechs Ärzten, 50 Sanitätern und 15 Priestern begleitet.

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