Regensburg
26.03.2021 - 09:17 Uhr

Polizei startet Projekt gegen Autoposer

Sie lassen ihre Motoren aufheulen und haben Spaß am röhrenden Auspuff - Autoposer sind für viele Bürger anstrengende Zeitgenossen. In Regensburg setzt sich die Polizei mit dem Phänomen auseinander und startet ein Projekt.

Polizeibeamte kontrollieren sogenannte Autoposer. "Autoposer" fahren mit ihren oftmals getunten Fahrzeugen vor allem in den Abendstunden durch die Innenstadt und zeigen lautstark, wie viel PS ihr Wagen hat. Bild: Uwe Anspach/dpa
Polizeibeamte kontrollieren sogenannte Autoposer. "Autoposer" fahren mit ihren oftmals getunten Fahrzeugen vor allem in den Abendstunden durch die Innenstadt und zeigen lautstark, wie viel PS ihr Wagen hat.

Mit dem frühlingshaften Wetter drehen in vielen Innenstädten wieder Autofahrer mit dröhnenden Motoren ihre Runden. Die Polizei in Regensburg will dem Phänomen mit einem neuen Verkehrskonzept entgegenwirken. Dafür hat sie sich prominente Unterstützung geholt: den früheren Rallye-Weltmeister Walter Röhrl. Der 74-Jährige erzählte am Freitag, warum das Autoposen aus seiner Sicht gar nicht cool ist. Tiefer gelegte Wagen oder das Driften auf Parkplätzen seien eine extreme Verkehrsgefährdung, sagte er. Und wenn jemand die Musik überlaut aufdrehe, wie solle der dann noch das Martinshorn hören?

Die Polizei in Regensburg hat im vergangenen Jahr den Angaben nach ein besonderes Augenmerk auf Autoposer gelegt und festgestellt, dass schon mit einem Schreiben an den Fahrzeughalter - in vielen Fällen dessen Vater oder Großvater - viel bewirkt werden kann. Von 38 angeschriebenen Autoposern seien lediglich vier ein weiteres Mal negativ aufgefallen. Einige Anwohner berichteten von ihren Erfahrungen mit den lärmenden Fahrzeugen in der Innenstadt. Sie appellierten ebenfalls an die Vernunft der Autofahrer.

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