28.02.2019 - 12:18 Uhr
Reuth bei ErbendorfOberpfalz

Auf dem Sprung zu "Holiday on Ice"

Lea Schwambergers Herz schlägt für Eiskunstlauf. Die 16-Jährige hat bereits beachtliche Erfolge vorzuweisen, bleibt aber dennoch bescheiden und bodenständig.

Lea Schwamberger wirbelt durch die Luft. Unser Bild zeigt die 16-jährige Reutherin, die von einigen Verletzungen geplagt war, bei einem ihr wenigen Auftritte in dieser Saison.
von Konrad RosnerProfil

Alles andere als zufriedenstellend verlief der bisherige Saisonverlauf für die Jugendliche aus Reuth. Nach einem gelungenen Saisonstart im Oktober - beim internationalen Alpenpokal in Oberstdorf wurde sie Zweite bei den Junioren - musste sie die Deutschen Meisterschaften in Dortmund krankheitsbedingt absagen.

Dafür aber meisterte sie einen Solo-Auftritt bei der Charivari-Eisgala Ende Dezember. In der ausverkauften Donauarena zeigte die 16-Jährige ihr aktuelles Kurzprogramm zur Musik von Celin Dions "How does a moment last forever" aus dem Musical „Beauty and the Beast“. Dazu gesellte sich ein gemeinsamer Auftritt mit ihren Trainingskameradinnen. Mit am Start waren bei dem Event immerhin auch die amtierenden Olympiasieger und Weltmeister Aljona Savchenko und Bruno Massot.

Eine Trainingsverletzung - eine schwere Becken- und Wirbelsäulenprellung - führte dann im Januar zu weiteren Absagen. Lea konnte weder beim Turon-Cup in Polen noch bei den offenen sächsischen Meisterschaften dabei sein. Besonders aber schmerzte sie, dass sie die Bavarian Open verpasste.

Nun aber soll es wieder aufwärts gehen: Das Eiskunstlauf-Talent ist wieder ins Training eingestiegen, Ziele hat sich ebenfalls schon gesetzt - zum einen im März der Start beim „Coupe du Printemps“ in Luxemburg, zum anderen bei der „Egna Trophy“ in Südtirol.

Das Hauptaugenmerk des Teenagers liegt aber ganz klar darauf, wieder völlig gesund zu werden und in der laufenden Saison doch noch einige internationale Top-Ten-Platzierungen zu erreichen. Absolut positiv ist zudem die Tatsache, dass die 16-Jährige erneut ins Talentteam Regensburg berufen worden ist und somit ein weiteres Jahr von der Stadt Regensburg finanziell unterstützt wird.

Richtig durchstarten will Lea Schwamberger spätestens wieder in der nächsten Saison. Dann will sie vor allem unverletzt bleiben, um bei einem Junioren Grand Prix mit allen sicheren Dreifach-Sprüngen starten zu können. Nach ihrem Schulabschluss will sich Lea schließlich eine einjährige Auszeit nehmen, um bei "Holiday on Ice" mitzuwirken und um ihren Trainerschein zu machen.

Freimütig bekennt sie, dass es Utopie sei, von großen Titeln, wie etwa bei Olympia oder einer Weltmeisterschaft, zu träumen. Dafür reichten ihre Trainingsbedingungen einfach nicht aus. Schule und Training seien zudem für sie sehr schwer zu vereinbaren. Um am Boden der Tatsachen zu bleiben, hilft überdies ein Blick auf die Konkurrenz. Die Russinnen etwa würden mit Vierfach-Sprüngen brillieren - und das mit gerade einmal 14 Jahren. Deshalb gilt für Lea Schwamberger bei aller Leidenschaft für Eiskunstlauf die Devise, realistisch und bodenständig zu bleiben.

Lea Schwamberger hofft, dass sie nächste Saison verletzungsfrei bleibt und voll durchstarten kann.
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