21.03.2019 - 14:51 Uhr
Oberpfalz

Rezept gegen Frühjahrsmüdigkeit

Sonne, Bewegung und viel frisches Obst und Gemüse haben sich bewährt. Genießen Sie den Frühling in vollen Zügen, rät die OWZ-Glücksexpertin.

Ist es nicht herrlich, wenn die Tage wieder heller und länger werden? Wenn wir die ersten wärmenden Sonnenstrahlen im Freien genießen können?
von Autor EWAProfil

"Wird es langsam warm und märzlich, freut der Mensch sich, und zwar herzlich", so schreibt Gebrauchsphilosoph und Abreißkalender-Verleger Klaus Klages. Der Frühling taugt jedoch nicht nur für Kalendersprüche - sondern auch dazu, um mal wieder so richtig glücklich zu sein. Ist es nicht herrlich, wenn die Tage wieder heller und länger werden? Wenn wir die ersten wärmenden Sonnenstrahlen im Freien genießen können? Und am Morgen die Vögel vor unserem Fenster zwitschern? Doch nicht allen von uns macht der Frühling einfach nur gute Laune.

Einige von uns fühlen sich auch schlapp und gereizt, wachen morgens müde auf, sind lustlos und können sich tagsüber schlecht konzentrieren. Andere klagen über Schwindel und Kreislaufschwäche. Diese Symptome sind typisch für die Frühjahrsmüdigkeit. "Diese ist jedoch keine Krankheit und vergeht von allein", erklärt Dieter Kunz, Chefarzt der Klinik für Schlafmedizin in Berlin. Angeblich soll sich die Frühjahrsmüdigkeit bereits nach einigen Tagen, allerspätestens nach vier Wochen, wenn der Körper sich auf das veränderte Wetter eingestellt hat, auch wieder legen.

In einer Studie haben Wissenschaftler der Georgetown University in Washington einen niedrigen Serotoninspiegel als eine der Hauptursachen für die Frühjahrsmüdigkeit ausgemacht. Wenn es wieder heller ist und die Menschen häufiger im Freien sind, produziert der Körper vermehrt das Hormon Serotonin. Dieses sorgt zwar einerseits für gute Laune und eine ausgeglichene Stimmung. Andererseits drosselt der Körper aber auch die Produktion von Melatonin, einem Hormon, das für den Schlaf-Wach-Rhythmus zuständig ist. Viele von uns gehen während der helleren Jahreszeit später ins Bett und wachen früher wieder auf. Der Körper muss sich erst wieder umstellen.

Die Umstellung schlaucht den Organismus und führt dazu, dass man sich schlapp und müde fühlt. Ärzte empfehlen, einfach auf den eigenen Körper zu hören. Dazu gehört auch, sich mal eine Ruhepause zu gönnen und die Seele baumeln zu lassen. Genauso wichtig: so viel Tageslicht zu tanken wie möglich. Das senkt das stimmungsdämpfende Hormon Melatonin und beschleunigt die Serotoninausschüttung. Viel Sonne, viel Bewegung und viel frisches Obst und Gemüse haben sich gegen die Frühjahrsmüdigkeit bewährt.

Auch ein kurzer Spaziergang wirkt oft Wunder. Körperliche Bewegung stabilisiert den Kreislauf und stärkt das Immunsystem. Dieses fördern zudem Kneipp'sche Anwendungen, Saunagänge und wechselwarme Duschen. Das einfachste Rezept gegen die Abgeschlagenheit: Genießen Sie die Frühlingssonne einfach in vollen Zügen, starten Sie neu durch, flirten und lachen Sie. Denn wie schrieb schon Schriftsteller John Milton so schön: "Wenn der Frühling ins Land zieht, wäre es eine Beleidigung der Natur, nicht einzustimmen in ihr Jauchzen ..." (ewa)

Mehr Rezepte zum Glück: www.onetz.de/themen/gluecksrezept

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