Diskussionen beim Bürgergespräch der CSU/JU Rieden-Vilshofen

Rieden
22.11.2022 - 18:54 Uhr
Bürgermeister Geitner (stehend) war der Einladung zum Bürgerdialog beim Gasthaus Hirschenwirt gefolgt, er informierte über Themen des Marktes Rieden und stellte sich den Fragen der Bürger.

Zum Bürgergespräch lud der CSU- und JU-Ortsverband Rieden-Vilshofen. Ortsvorsitzender Josef Weinfurtner betonte, wie wichtig es ist, starke Arbeitgeber in der Gemeinde zu haben. Stolz sei er auf die Firma Fenstertechnik Weinfurtner sowie die Metzgerei Greß, die kürzlich Jubiläen feiern konnten. Bürgermeister Erwin Geitner ging im Anschluss auf wichtige Themen in der Marktgemeinde ein. Die „offene Ganztagesschule“ bewege ihn, denn der Träger des Schulverbandes sei die Gemeinde Rieden. „Für die Gemeinde ist wichtig, wer das Personal bezahlt und wo die Mitarbeiter herkommen sollen aufgrund des Fachkräftemangels“, so Geitner. Demnächst führe er zur offenen Ganztagesschule ein Gespräch mit der Riedener Schulleitung.

Weiter ging der Bürgermeister auf die Kanal- und Leitungssanierungen im Gemeindegebiet ein. Der Bau der schnellen Internetleitungen in den noch fehlenden Ortsteilen soll laut einer Info der Telekom Anfang 2024 starten. Ein „heißes Eisen“ sei auch die Energieversorgung der Gemeinde. Der Markt sei noch auf der Suche nach einem neuen Stromanbieter für den gemeindlichen Stromverbrauch im kommenden Jahr, da der Altvertrag vom Anbieter gekündigt wurde. Bisher zahlte der Markt für seinen gesamten Stromverbrauch 50.000 Euro im Jahr. Bei den jetzt aufkommenden Zahlen in den Strombörsen würde sich der Preis um ein Vielfaches erhöhen. Hier hoffe der Bürgermeister auf eine landesweite Lösung. „Der bayerische Gemeindetag hat sich dieser Problematik angenommen“, erklärte er hoffnungsvoll. Über die vielen Regelungen für den Betrieb von Photovoltaikanlagen für gewerbliche Nutzer ärgerte sich Jochen Weinfurtner, der dazu eine Diskussion angeregt hatte.

Geitner informierte weiter, dass in Vilshofen im Baugebiet bei der Bahnhofstraße noch sechs Parzellen zum Preis von 155 Euro je Quadratmeter zu verkaufen sind, drei Plätze sind bereits vergeben. Im weiteren Verlauf sorgten interessante Redebeiträge der Besucher für schwungvolle Diskussionen. Auch zwei Riedener Neubürger, die im Baugebiet „In der Breite“ wohnen, besuchten die Veranstaltung und stellten sich gleich in der Runde vor, angestoßen von Gotthard Färber. „Was ist mit neuen Medien?“ fragte FC-Rieden-Vorstand Hans Fischer. Eine App für Rieden wurde aus der Runde gefordert. „Wie steht die CSU zu einer solchen App“, warf Altbürgermeister Gotthard Färber fragend in die Runde.

Adolf Fleischmann wünschte sich an der Spitze des Gemeindegrundstücks vom Mittelweg zur Reindlhofstraße, für das künftig eine Grünfläche auf dem Gemeindegrund geplant ist, ein altes Wegekreuz, das dort früher gestanden hatte. Große Zustimmung fand eine Anmerkung von Johannes Greß. Er könnte sich vorstellen, dass man in Rieden die Energieversorgung der Einwohner auf eigene Beine stellt. Darüber wurde eifrig diskutiert. Auch das Thema Windenergie wurde angeschnitten, insbesondere mögliche Standorte für Windräder in der Gemeinde. „Es muss möglich sein, Solaranlagen auf Flächen in der Gemeinde zu bauen“, forderte Weinfurtner.

Ein Herzensanliegen von Altbürgermeister Färber ist die Ehrung von verdienten Ehrenamtlichen durch den Markt Rieden. „Wir haben uns mit dem Thema schon beschäftigt“, antwortete Geitner. „Ehrenamt muss man Wert schätzen, gerade in diesen Zeiten“, so der Bürgermeister. Gotthard Färber erklärte seine Bereitschaft, sich an der Organisation und einem Gremium für solche Ehrungen zu beteiligen. Zur finanziellen Jugendförderung hatte der „Kik“ eine besondere Idee. Er könnte sich eine Förderung für jeden Jugendlichen in der Gemeinde vorstellen, also eine „Pro-Kopf-Förderung“. Bürgermeister Geitner möchte jedoch den eingeschlagenen Weg einer gezielten Jugendförderung für die Vereine weitergehen.

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