10.04.2019 - 18:09 Uhr
RiedenOberpfalz

Förderzusage: 1,3 Millionen fürs Freibad Rieden

Riedens Bürgermeister Erwin Geitner ist aus dem Häuschen. Kein Wunder, seine Gemeinde bekommt 1,3 Millionen Euro Bundesförderung zur Renovierung des Freibads. Für Geitner "die beste Nachricht, die ich seit Monaten erhalten habe".

Der Lack ist schon ein bisschen ab, nicht nur am Rettungsring. Nun aber kann Rieden die lang gewünschte Sanierung seines Freibads anpacken: Am Mittwoch kam die Förderzusage aus Berlin.
von Heike Unger Kontakt Profil

(eik/exb) Vom Bundestagsabgeordneten Alois Karl (CSU) bekam Erwin Geitner die Nachricht, dass Rieden "als einzige Gemeinde im Wahlkreis eine beachtliche Bundesförderung zur Renovierung des Freibades erhält". Der Bund hatte 2018 ein Programm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur aufgelegt: Daran erinnert der Abgeordnete in einer Pressemitteilung. Karl hatte alle Städte und Gemeinden seines Wahlkreises auf dieses Programm aufmerksam gemacht.

Insgesamt hatten sich sechs Kommunen aus dem Wahlkreis Amberg-Sulzbach-Neumarkt dafür beworben. Und Rieden bekam den Zuschlag. "Leider kann nur eine Gemeinde aus unserer Heimat gefördert werden, da das Programm massiv überzeichnet wurde", bedauert der Abgeordnete - und verdeutlicht die Dimension. Bundesweit seien 1238 Projekte gemeldet worden. "Damit wäre eine Fördersumme von rund 2,5 Milliarden notwendig gewesen, um alle Wünsche zu erfüllen." Allein aus Bayern kamen 240 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 475 Millionen Euro.

"Der Bund hatte zunächst sein Fördervolumen jedoch auf 100 Millionen Euro beschränkt", erklärt Karl. Der Haushaltausschuss, dem er angehört, habe die Summe dann verdoppelt und am Mittwoch "nochmals um weitere 100 auf insgesamt 300 Millionen Euro aufgestockt".

Damit stünden rund eine Million Euro je Wahlkreis bereit. "In unseren Wahlkreis fließen jedoch 1,3 Millionen Euro. Damit profitiert unsere Region einmal mehr überdurchschnittlich von Bundesmitteln", rechnet der Abgeordnete vor. Karl hatte sich bei den zuständigen Behörden und Ministerien für eine Förderung in seinem Wahlkreis eingesetzt. Auch der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Stephan Mayer, hatte bei einem Besuch in Rieden Bürgermeister Erwin Geitner seine Unterstützung versprochen.

Die Vorgeschichte

Rieden
Hintergrund:

Sanierung kann beginnen

Dank der Förderung kann die Gemeinde Rieden in den nächsten Monaten mit der Sanierung des Edelstahl- und des Nichtschwimmerbeckens beginnen. Auch in die neue Technik des Freibades soll investiert werden. Alois Karl ist sich mit Bürgermeister Erwin Geitner einig, „dass damit die Attraktivität Riedens und des gesamten Vilstales deutlich gesteigert wird“. „Solch eine Attraktion im ländlichen Raum liegt genau im Sinne unseres Anliegens: Öffentliche Einrichtungen auch auf dem flachen Lande müssen besonders gefördert werden“, waren sich die Politiker einig. „Aber auch die Städte und Gemeinden, die jetzt nicht zum Zuge gekommen sind, brauchen die Hoffnung auf Fördermittel nicht aufzugeben“, betont Karl in seiner Pressemitteilung: Der Freistaat Bayern werde ein eigenes, zusätzliches Bädersanierungs-Programm von mehr als 20 Millionen Euro auflegen. Und auch der Haushaltsausschuss des Bundestages werde das Programm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen fortführen. Dabei kämen dann bevorzugt die Projekte zum Zuge, die „bereits eingereicht sind, aber heute nicht gefördert werden können“, verspricht Karl.

Bürgermeister Erwin Geitner (links) und Bundestagsabgeordneter Alois Karl.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.