Georg Söldner hat im Gemeinderat Rieden die Gründe für seinen Rücktritt erläutert und diese auch schriftlich an die Gemeinderäte und die Gemeindeverwaltung ausgehändigt. Das betont er jetzt in einem weiteren Schreiben. Auf eine Nachfrage der Oberpfalz-Medien hin habe Bürgermeister Erwin Geitner laut Presse gesagt, es gehe bei seinem – also Söldners – Rücktritt lediglich um ein Baugebiet, schreibt der ehemalige Gemeinderat in seiner Stellungnahme. Außerdem sei Söldner angeblich mit einem Anlieger persönlich bekannt und habe nicht sachlich diskutiert, so Geitners Aussagen.
Georg Söldner weist dies zurück. Zum einen habe er bei seinem Rücktritt nicht diskutiert, sondern lediglich einen Text vorgetragen. Allerdings habe er in einer nichtöffentlichen Sitzung durchaus emotional diskutiert. Da habe er wiederholt auf Fehler, Versäumnisse und Missachtung des Gemeinderats durch den Bürgermeister hingewiesen, ohne dass jedoch eine Besserung eingetreten sei. Außerdem ist laut Söldner "die Lösung in dem Baugebiet nicht so, wie es die Gemeinde (also der Bürgermeister) vorgeschlagen hat, sondern so, wie es nach langem Hin und Her durch die Bürger gefordert und durch deren Rechtsanwalt vorbereitet wurde. Und es ist richtig, dass ich zu vielen Bürgern, speziell im Ortsteil Vilshofen, eine persönliche Bekanntschaft habe." Dies dürfte auch der Grund gewesen sein, schreibt Söldner weiter, weshalb er in den Gemeinderat gewählt worden sei und weshalb die Bürger auch zurecht darauf vertraut hätten, dass er die Interessen der Bevölkerung vertreten werde.
"Die Geschehnisse um das Baugebiet waren vielleicht der sogenannte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Meine Gründe sind aber auf viele Bereiche und längere Zeitrahmen bezogen. Ich sehe keine Grundlagen mehr, das Mandat eines Gemeinderates so auszuführen, wie es die Bürgerinnen und Bürger erwarten dürfen", stellte Georg Söldner fest.















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