Nachdem die Meldung die Runde gemacht hatte, dass ein unbekannte Person, die als Gorilla verkleidet war, wohl aus Versehen beim Riedener Faschingszug einen Masskrug auf ein 13-jähriges Kind geworfen hatte, konnte die Polizei in Amberg bereits vergangene Woche melden, dass ein Tatverdächtiger ermittelt wurde. Neu ist: Der Verdächtige hat gestanden. Für die Polizei ist der Fall abgeschlossen.
Zum Hintergrund: Als am Sonntag, 19. Februar, der Gaudiwurm durch Rieden zog, kam es gegen 16.30 Uhr zu einem schmerzhaften Vorfall. Ein als Gorilla verkleideter Mann warf einen leeren Masskrug hinter sich und traf dabei ein Kind im Gesicht. Dieses zog sich eine Platzwunde zu. Der Täter flüchtete sich ins Getümmel. Von ihm fehlte zunächst jede Spur.
"Nach unserer Presseveröffentlichung kamen Hinweise, die zu dem Tatverdächtigen geführt haben", erklärt Dominik Lehmeier, Polizeioberkommissar, der für die Pressestelle in Amberg verantwortlich ist. "Wir haben den Mann aufgesucht, er ist auch geständig." Für die Amberger Polizei ist der Fall damit abgeschlossen. "Wir schreiben das Ganze fertig und schicken es dann zur Staatsanwaltschaft, die entscheidet, wie es weiter geht."
Wie Lehmeier weiter mitteilt, muss sich der nun neben strafrechtlichen Konsequenzen auch zivilrechtlichen stellen, da bei dem Vorfall auch die Brille des Kindes beschädigt wurde. "Da ist aber auch schon alles in die Wege geleitet worden", sagt Lehmeier.
Der Fall "Gorilla wirft Masskrug auf Kind" war doch ein ziemlich außergewöhnlicher Fall, der für viel Aufsehen gesorgt hat. Die Redaktion der Amberger Zeitung wollte wissen, ob es nach dem Zeugenaufruf viel Resonanz bei der Amberger Polizei gegeben hat. Dazu sagt Lehmeier: "Es war nicht die Masse an Anrufen, aber es hat geklappt, weil genau der richtige Zeuge angerufen hat", sagt er. Die Regionalität des Riedener Faschingszugs hat den Beamten in die Karten gespielt. Lehmeier: "Es ist ja nicht so, dass zum Riedener Faschingszug Menschen aus Nürnberg kommen. Da sind sehr wenige Fremde, sondern zum größten Teil Ortsansässige." Gerade weil man sich untereinander kenne, habe die Polizei schnell den richtigen Hinweis erhalten . "Da hieß es dann, ich kenne den, ich habe gesehen, wie er das gemacht hat."















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