21.08.2020 - 11:44 Uhr
RiedenOberpfalz

Krieger- und Reservistenkameradschaft Rieden saniert Ehrenmal an Pfarrkirche

„Wenn ich über den Marktplatz gehe, gehört ein ehrender Blick zum Kriegerdenkmal immer mit dazu“, sagt Bürgermeister Erwin Geitner. In Rieden kümmert sich die neue Vereinsgemeinschaft der Krieger- und Reservistenkameradschaft um die Anlage.

"Ein Stück Tradition und Heimatgeschichte wird damit erhalten" – die Mitglieder der neuen Krieger- und Reservistenkameradschaft haben das Ehrenmal an der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt saniert. Dafür bedankte sich Bürgermeister Erwin Geitner bei den Helfern der Vereinsgemeinschaft.
von Paul BöhmProfil

Die erst im März neu gegründete Vereinsgemeinschaft der Krieger- und Reservistenkameradschaft hat die Pflege des Ehrenmals an der Südseite der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt übernommen. Der Markt Rieden steuert den Blumenschmuck bei.

Vor der Fusion war es der Traditionsverein der Krieger- und Soldatenkameradschaft gewesen, dessen Mitglieder sich um die Pflege des Denkmals gesorgt haben. Jetzt, nach dem Zusammenschluss der Krieger- und Soldatenkameradschaft und der Reservistenkameradschaft Rieden, schreibt der neu gegründete Verein dieses Stück Heimatgeschichte weiter.

Im Mai 2019 hatten die damals noch eigenständigen Vereine beschlossen, künftig den Weg gemeinsam zu gehen. Im März 2020 wurde die Fusion bei den jeweiligen Jahreshauptversammlungen beschlossen und die Satzung für den gemeinsamen Verein Krieger- und Reservistenkameradschaft e.V. unterzeichnet. Dazu gehörte auch die Aufgabe, sich um das Kriegerdenkmal am Marktplatz zu kümmern. So reinigten in den vergangenen Wochen engagierte Mitglieder des Vereins das Kriegerdenkmal mit viel Aufwand und Liebe zum Detail und sanierten die Anlage.

Neuwahlen besiegeln Fusion

Rieden

Das Kriegerdenkmal in Rieden wurde in den Jahren 1921/22 auf Initiative des damaligen Vorsitzenden des Soldaten- und Kriegervereins, Josef Lippert (Fischermirtl), und seines Stellvertreters Josef Müllner, der damals auch Feuerwehrkommandant und ab 1942 Bürgermeister war, errichtet. Zwei Sammelaktionen in der Bevölkerung ermöglichten damals die Finanzierung des Monuments.

Das Denkmal erinnert an die Namen der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege. Im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 fielen aus der Pfarrei 23 Männer gefallen. Zwei sind vermisst. Im Zweiten Weltkrieg starben aus der Pfarrei 40 Männer im Felde, 28 gelten als vermisst. „Ihre Namen findet man in Steinplatten gemeißelt, sie sollen nachfolgende Generationen an diese schrecklichen Kriege erinnern“, sagt Bürgermeister Erwin Geitner.

Im Zuge der Außenrenovierung der Pfarrkirche wurde das Mahnmal im Jahr 1972 durch die Gemeinde mit finanzieller Hilfe der damaligen Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) renoviert. Das Kriegerdenkmal wurde nach Angaben von Bürgermeister Erwin Geitner immer wieder von den Mitgliedern der Krieger- und Soldatenkameradschaft gepflegt. 2001 übernahmen in einer Gemeinschaftsaktion KSK und Ortsvereine zusammen mit Privatpersonen die Renovierung. Um den Schmuck des Denkmals kümmerte sich in früheren Jahren die mittlerweile verstorbene Ehrenbürgerin des Marktes Rieden, Betty Lindner.

„Dank sagt der Markt Rieden vor allem Herbert Popp mit seinem Team von der Krieger und Reservistenkameradschaft für ihre Sorge um das Kriegerdenkmal. Denn dieses ist für uns ein besonderes Stück Heimat, das man immer in Erinnerung haben soll“, betont Bürgermeister Geitner.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.