07.10.2020 - 14:25 Uhr
RiedenOberpfalz

Marktgemeinderat Rieden ehrt Hubert Söllner

Als "Ereignis von wehmütiger Natur" bezeichnet Bürgermeister Erwin Geitner die Verabschiedung von Hubert Söllner. Der war nicht nur 20 Jahre lang Mitglied des Marktgemeinderats Rieden, sondern auch Berichterstatter für die Amberger Zeitung.

Bürgermeister Erwin Geitner (rechts) hält in der Sitzung des Marktgemeinderats Rieden eine Laudatio auf Hubert Söllner.
von Autor SAMProfil

Eine Vielzahl von privaten und öffentlichen Baumaßnahmen stand auf dem Programm der Marktgemeinderatssitzung. Doch vor dem Einstieg in die eigentliche Tagesordnung wurde Hubert Söllner für seine Verdienste um das Gemeinwohl der Marktgemeinde geehrt. Wie der Bürgermeister betonte, hat sich Söllner in den vergangenen Jahrzehnten enorm für die Gemeinde engagiert. Ganz besonderes hob Geitner seinen Einsatz als "freier Pressejournalist" für die Vereine und für verschiedene Anlässe der Gemeinde hervor. Der Bürgermeister bezeichnete die Amberger Zeitung als Bindeglied zwischen Gemeinde und Bürgern. Die Pressearbeit sei daher ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Öffentlichkeitsarbeit. "Diese Aufgabe hat Hubert Söllner überaus vorbildlich und engagiert betrieben", sagte Geitner. Ein Unfall sei der Grund, warum Söllner diese Tätigkeiten habe einstellen müssen, bedauerte er. Der Bürgermeister zeigte Söllners zeitlichen Aufwand hierfür auf. Demnach waren allein in den vergangenen 13 Jahre über 3000 Artikel, die er von Hubert Söllner in der Amberger Zeitung gefunden hat. Die Tätigkeit als als freier Mitarbeiter der Amberger Zeitung sei für ihn eine Art Berufung gewesen. "Hubert Söllner war immer sehr nah am Bürger und damit am Puls der Zeit", würdigte der Bürgermeister.

Geitner erinnerte aber auch an Söllners Engagement im Riedener Marktgemeinderat, dem er von 1990 bis 2010 angehörte. Als Mitglied der SPD-Fraktion habe er "viele Höhen und Tiefen mit gemeistert und das normale Maß an Leistung und Einsatzbereitschaft weit überschritten", sagte Geitner. Er nannte Hubert Söllner einen Menschen, "der sich über das normale Maß für unsere Gemeinschaft und darüber hinaus engagiert hat". Er habe die Ehre dieses besonderen Abschieds, wie er erstmals im Marktgemeinderat vollzogen werde, wirklich verdient. Hubert Söllner bedankte sich für diese Anerkennung und bedauerte, dass er nun die Pressearbeit einstellen müsse, stellte in seiner humorvollen Art jedoch auch fest, dass er nicht bis zum 100. Lebensjahr weitermachen könne. Geitner sagte, dass man händeringend einen Nachfolger für die freie Pressetätigkeit sucht.

Dann waren Bauangelegenheiten an der Reihe, zu denen die Verwaltung bauleitplanerische Stellungnahmen vorlegte. Die Bauvoranfrage auf Errichtung eines weiteren Wohnhauses auf dem Hinterliegergrundstück der Kreuther Straße 10 erhielt mit diversen Auflagen zur Erschließung das gemeindliche Einvernehmen. Für die beiden Bauparzellen In der Breite 10 und Vilshofener Straße 21 im Neubaugebiet Ledereracker lagen Bauanträge auf Errichtung von Einfamilienhäusern mit Doppelgaragen vor, denen stattgegeben wurde. Dem nachträglich eingereichten Antrag auf Befreiung zur Errichtung einer Mauer als Grundstückseinfriedung am Grundstück Im Lehel 13 konnte nur bedingt entsprochen werden. Da die Maßnahme nicht mit den bauleitplanerischen Vorgaben konform geht, muss ein Teil der bereits errichteten Mauer zurückgebaut werden.

Architekt Markus Meier präsentierte Änderungen im Planungskonzept für die anstehende Freibadsanierung. Wegen der Ergebnisse der Bodenuntersuchungen soll der neue Schwallwasserbehälter nicht auf der kleine Liegefläche unterhalb des Schwimmerbeckens, sondern beim Sprungbecken entstehen. Damit schaffe man die Möglichkeit, über dem Schwallwasserbehälter zum Schwimmerbecken eine Terrasse anzulegen. Von dieser Terrasse und dem Liegebereich sei dann sowohl das Kinder- als auch das Schwimmerbecken einsehbar. Weiterer Vorteil: Die Stützmauer entlang des Schwimmerbeckens müsse nicht abgebrochen werden, da entlang dieser eine barrierefreie Rampe errichtet werden könne. Zudem könne man dadurch die Technik deutlich kompakter zusammenfassen und die Pumpenleistung könne reduziert werden. Nicht zuletzt führten diese Umplanungen zu einer Kosteneinsparung von rund 120 000 Euro.

Bei der Sitzung stellte die Geschäftsführerin des Naturparks Hirschwald, Isabell Lauterschlager, gemeinsam mit Naturparkranger Christian Rudolf das Konzept und die Arbeiten und Projekte des Naturparks vor. Besonders erfreut zeigte man sich, dass erst vor kurzem der Naturpark Hirschwald als Qualitätsnaturpark ausgezeichnet wurde. Christian Rudolf ging auf das laufende Krebshegeprojekt ein. Durch das Abfangen der eingewanderten Signalkrebse solle der Bestand der artgeschützten heimischen Stein- und Edelkrebse wieder aufgebaut werden. Bisher habe bereits über 71 600 Signalkrebse – allein in Rieden waren es 32 935 – mittels Reusen gefangen.

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