30.10.2019 - 13:25 Uhr
RiedenOberpfalz

Unfall am Walchensee: Unternehmer aus Rieden verstorben

Es war ein verheerender Unfall auf der Bundesstraße 11, am Ufer des Walchensees. Der Verursacher starb an Ort und Stelle. Das mit betroffene Bauunternehmer-Ehepaar aus Rieden wurde schwer verletzt. Nun erlag Markus Staufer den Folgen.

Komplett zerstört wurden sowohl der Hyundai des Unfallverursachers (links) als auch der BMW des Riedener Bauunternehmers (rechts).
von Erich Lobenhofer Kontakt Profil

Markus Staufer (47) und seine Frau Eva-Maria (54) hatten das erste Oktober-Wochenende genutzt, um sich beim Baumaschinenhersteller Liebherr in Bad Tölz über aktuelle Neuerungen auf diesem Sektor zu informieren. Am Sonntag, 6. Oktober, dann war das Bauunternehmer-Ehepaar aus Rieden (Kreis Amberg-Sulzbach) gegen 16.15 Uhr auf der Bundesstraße 11 unmittelbar am Ufer des Walchensees unterwegs.

Womit die beiden Oberpfälzer keineswegs rechnen konnten, war eine folgenschwere Frontalkollision. Ausgelöst hatte diese ein 19-Jähriger aus Oberammergau (Kreis Garmisch-Partenkirchen), der mit seinem Hyundai auf regennassem Untergrund in einer Rechtskurve zwischen Urfeld in Richtung der Ortschaft Walchensee (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) plötzlich nach links geraten war. Dort bohrte sich sein Wagen in den BMW der Staufers.

Die Vorgeschichte: Paar aus Rieden verunglückt am Walchensee

Amberg

Der junge Mann starb noch unmittelbar am Ort des Geschehens. Markus Staufer brachte der Rettungsdienst in das Krankenhaus von Garmisch-Partenkirchen, seine Ehepartnerin kam in die nahe Unfallklinik Murnau (UKM). Tage nach dem folgenschweren Zusammenstoß schilderte Markus Staufer vom Krankenbett aus gegenüber Oberpfalz-Medien am Telefon noch den Hergang des für ihn unvermeidlichen Unfalls.

Eine Aufnahme aus guten Tagen: Sie zeigt Markus Staufer anlässlich der Einstellung von Auszubildenden in seiner Baufirma.

Mitgefühl gezeigt

Zugleich drückte er gegenüber den Angehörigen sein Mitgefühl für den zu Tode gekommenen Oberbayern aus, strahlte aber Zuversicht aus, dass er und seine Frau trotz der heftigen Verletzungen überleben würden: "Wir werden beide durchkommen", war er sich während des Telefonats sicher. Schließlich wollte er auch möglichst rasch wieder an den Schreibtisch seines Unternehmens zurückkehren.

Offensichtlich dürfte die Genesung vorangeschritten sein, denn zur Mitte der vergangenen Woche wurde Markus Staufer von Garmisch-Partenkirchen nach Murnau verlegt, wohl um seiner Frau näher sein zu können. Umso unvermittelter kam dann der plötzliche Tod des Unternehmers.

Nach der Todesanzeige verstarb er am Mittwoch, 23. Oktober, unerwartet nur knapp einen Monat vor seinem 48. Geburtstag.

Einst Josefshaus gekauft

Markus Staufer war in der Region ein bekannter Mann. Mit seinem erfolgreichen Baugeschäft verschaffte er sich einen Namen. Dieser fiel in der Vergangenheit auch in Amberg häufig. Schließlich trat Staufer hier als möglicher Investor auf, als er 2008 das Josefshaus erwarb. Er übernahm es damals von Gerald Richthammer, der das einstige Veranstaltungsgebäude lange Zeit als Lager genutzt hatte.

Der Käufer verkündete damals, er werde den gesamten Komplex spätestens 2012 abreißen lassen. Nach seinen Plänen sollten dort im Unter- und Erdgeschoss 56 Parkplätze entstehen, in der ersten und zweiten Etage sollten je zwei Gewerbeeinheiten und darüber drei Wohnungen entstehen. Abgerundet werden sollte der Neubau mit einer Dachterrasse. Schließlich aber waren es die vollen Auftragsbücher seiner Firma, die das Projekt verzögerten und letztlich gar wieder zum Ausstieg Staufers führten. 2016 veräußerte der Riedener das Josefshaus an Klaus Herdegen und dessen Frau (Firma Lüdecke, Amberg).

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