24.11.2021 - 11:39 Uhr
Rottendorf bei SchmidgadenOberpfalz

Straßensanierung abgeschlossen: Jungbrunnen für den Rottendorfer Ortskern

Das Siegel "Schönstes Dorf der Oberpfalz 1980" prangt immer noch am Gedenkstein in Rottendorf. Jetzt ist eine gut 7,7 Millionen Euro teure Schönheitskur abgeschlossen. Dabei ging es nicht nur um Kosmetik.

In Rottendorf sind die Bauarbeiten abgeschlossen. Unter anderem wurde der Bereich um den Aufgang zur Kirche neu gestaltet.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Rottendorf litt an einem riesigen Investitionsstau: Straßen mussten erneuert, Kanäle und Wasserleitungen ausgetauscht werden. Das hat in dem Dorf im Gemeinderat Schmidgaden in den vergangenen Jahren für teils heftige Diskussionen gesorgt. Nun aber kann Bürgermeister Josef Deichl Vollzug melden. Die Bauarbeiten sind weitestgehend abgeschlossen, besonders der Bereich um den Aufgang zur historisch wertvollen Pfarrkirche St. Andreas hat ein neues Gesicht erhalten.

Viele Widerstände

"Darauf zu schauen, dass die Infrastruktur funktioniert und in einem guten Zustand gehalten wird, ist eine wichtige Aufgabe der Gemeinde", stellte Landrat Thomas Ebeling bei einem Ortstermin fest. "Dazu braucht es einen Bürgermeister, der mit wehenden Fahnen vorangeht." Josef Deichl habe diese Aufgabe erkannt und angenommen und auch viele Widerstände ausgehalten. Letztendlich könnten jetzt alle mit dem Erreichten zufrieden sein. "Das Ergebnis kann sich sehen lassen", sagte der Landrat.

Insgesamt wurden im Bereich Rottendorf in den vergangenen Jahren 7,7 Millionen Euro in den Bau von Wasser- und Kanalleitungen, Strom- und Glasfaserkabel sowie den Straßenbau gesteckt. Erst in den vergangenen Tagen montierten Arbeiter den metallenen Handlauf am Treppenaufgang zur Kirche und setzten damit den Schlusspunkt des Projekts. "Es ist schön geworden", freut sich der Bürgermeister, der nicht verhehlte, dass ihn das Vorhaben einige graue Haare gekostet habe.

Zuschüsse stehen noch aus

Saniert wurden die Dorfstraße, die Hohersdorfer Straße und der Schulberg. Insgesamt ließ die Gemeinde 1100 Meter Straße erneuern, Kanäle und Leitungen verlegen, die Ränder pflastern, Seitenstreifen neu gestalten und moderne Straßenlampen aufstellen. Mit rund drei Millionen Euro taucht allein dieser Teil des Gesamtprojekts im Gemeinde-Haushalt. Dafür gibt es jedoch satte Förderungen. "800.000 Euro für die Straße sind bereits eingegangen. Weitere 800.000 Euro sollen noch überwiesen werden", bilanzierte Deichl. Im Zuge der Baumaßnahme hat auch das Bayernwerk 700.000 Euro in sein Netz investiert.

Der andere große Brocken von etwa 3,5 Millionen Euro war der Bau der Wasserleitung, inklusive der Zuleitung Inzendorf. Hierfür trägt der Wasserzweckverband Brudersdorfer Gruppe die Verantwortung. Freilich belasten die Kosten vor allem des Leitungsbaus und der Hausanschlüsse auch die Eigentümer der betroffenen Anwesen. Laut Gemeinde-Kämmerer Hans Werner wurden die einzelnen Anwohner je nach Größe ihrer Liegenschaft mit Beitragen zwischen 1000 und 30.000 Euro zur Kasse gebeten. Natürlich sei das für die Bürger eine Herausforderung, räumte Bürgermeister Deichl ein. Letztlich müsse die gesamte Sanierung aber als Zukunftsprojekt für ein attraktives Dorf gesehen werden.

Weiteres Sanierungsprojekt: Abwasserentsorgung

Schmidgaden
Blick in die Hohersdorfer Straße: Der Asphalt ist noch recht frisch.
So sah der Hang vor dem Kirchenaufgang in Rottendorf vor den Arbeiten aus.
Bilanz nach Abschluss der Bauarbeiten in Rottendorf mit Bürgermeister Josef Deichl (rechts) und Landrat Thomas Ebeling (Zweiter von rechts).

"Dazu braucht es einen Bürgermeister, der mit wehenden Fahnen vorangeht."

Landrat Thomas Ebeling

Landrat Thomas Ebeling

 

 

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